Niedrigwasser, Rhein

Niedrigwasser im Rhein: Thyssenkrupp belÀdt Schiffe geringer

09.04.2025 - 00:01:41

Niedrige PegelstĂ€nde im Rhein zwingen Industriekonzerne zum Umdenken: Weniger Fracht pro Schiff, dafĂŒr mehr Fahrten. Ein Ökonom schlĂ€gt Alarm: Niedrige WasserstĂ€nde seien ein Wachstumsrisiko.

Der Stahlhersteller Thyssenkrupp belĂ€dt angesichts niedriger WasserstĂ€nde im Rhein seine Schiffe mit geringerer Ladung. «Wir benötigen jeden Tag circa 60.000 Tonnen Rohstoffe, vor allem Eisenerz und Kohle, die ĂŒberwiegend per Schiff kommen», sagte der Sprecher von Thyssenkrupp Steel. 

Derzeit gebe es keine Probleme mit der Rohstoffversorgung. «Allerdings reagieren wir auf den sinkenden Pegelstand: Wir beladen unsere Schiffe etwas weniger, um den Tiefgang zu verringern und fahren dafĂŒr öfter», sagte er der «Rheinischen Post». 

Auch der Kunststoffhersteller Covestro gab an, besondere Maßnahmen zu ergreifen, um die Produktion trotz niedriger PegelstĂ€nde aufrechtzuerhalten: «Wir reagieren darauf mit dem Einsatz zusĂ€tzlicher Schiffe und einer Erhöhung der Frequenz der Fahrten, dem Aufbau von VorrĂ€ten fĂŒr Rohstoffe sowie dem Abbau von VorrĂ€ten von End- und Koppelprodukten», sagte der Sprecher des Chemiekonzerns.

RWI-Leibniz-Institut sieht Wachstumsrisiko

Das RWI-Leibniz-Institut fĂŒr Wirtschaftsforschung sieht in den niedrigen PegelstĂ€nden des Rheins eine Gefahr fĂŒr das Wirtschaftswachstum. RWI-Forscher Manuel Frondel fordert daher, Mittel des Infrastrukturfonds bald fĂŒr die Vertiefung des Rheins zu nutzen.

@ dpa.de