ROUNDUP, Kim

Kim und Putin bei MilitÀrparade in Peking

28.08.2025 - 07:36:01

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wird nach chinesischen Angaben nĂ€chste Woche fĂŒr eine seiner seltenen Auslandsreisen zu einer MilitĂ€rparade nach Peking kommen.

China und Nordkorea seien befreundete Nachbarn und Peking heiße GeneralsekretĂ€r Kim herzlich willkommen, sagte Vize-Außenminister Hong Lei.

Die beiden LĂ€nder hĂ€tten gemeinsam im Zweiten Weltkrieg gekĂ€mpft, betonte Hong. China sei bereit, die Zusammenarbeit mit Nordkorea zu stĂ€rken und Frieden in der Region voranzutreiben. Die MilitĂ€rparade soll an den 80. Jahrestag des Sieges ĂŒber Japan im Zweiten Weltkrieg erinnern.

Kim verlÀsst Nordkorea fast nie

Auslandsreisen des nordkoreanischen Machthabers sind höchst selten. In den vergangenen sechs Jahren hat Kim Jong Un nur einmal die Landesgrenzen Nordkoreas verlassen, und zwar im September 2023 fĂŒr ein Gipfeltreffen mit dem russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin. Das Treffen fand im Weltraumbahnhof Wostotschny in der östlichen Amur-Region statt, etwa 100 Kilometer von der Grenze zu China entfernt. Kims letzter China-Besuch fand im Januar 2019 statt: Damals traf er Xi Jinping zu GesprĂ€chen in der Pekinger Großen Halle des Volkes.

Neben Kim wird auch Putin an der MilitÀrparade am 3. September in Peking teilnehmen. Insgesamt erwartet China Staats- und Regierungschefs aus 26 LÀndern. Aus Europa sollen nach chinesischen Angaben unter anderem Serbiens PrÀsident Aleksandar Vucic und der slowakische MinisterprÀsident Robert Fico anreisen.

China sieht in Parade Friedensappell

Groß angelegte MilitĂ€rparaden in China sind selten. Die letzte fand 2019 anlĂ€sslich des 70. Jahrestages der GrĂŒndung der Volksrepublik statt. Die Veranstaltung, bei der Staats- und Parteichef Xi Jinping eine Rede halten und die Volksbefreiungsarmee neue Waffensysteme zeigen will, wird auch als militĂ€rische Machtdemonstration in der Region gesehen, wo China im SĂŒdchinesischen Meer oder in der Taiwanstraße immer aggressiver auftritt. China selbst will die Parade und seine wachsende militĂ€rische Macht als einen Beitrag zum Frieden verstanden sehen.

@ dpa.de