Deutschland, Baden-WĂŒrttemberg

Vertrag von Bosch-Chef Hartung verlÀngert

28.10.2025 - 11:22:36 | dpa.de

Nur sieben Menschen standen jemals an der Bosch-Spitze. Jetzt verlĂ€ngert Stefan Hartung seinen Dienstvertrag – und fĂŒhrt durch eine Zeit des Umbruchs.

Der Vertrag von Bosch-Chef Stefan Hartung wurde verlÀngert. (Foto-Archiv) - Foto: Sven Hoppe/dpa
Der Vertrag von Bosch-Chef Stefan Hartung wurde verlÀngert. (Foto-Archiv) - Foto: Sven Hoppe/dpa

Der Technologiekonzern Bosch setzt weiter auf Stefan Hartung an der Spitze. Der Vertrag mit dem Vorsitzenden der GeschĂ€ftsfĂŒhrung sei bereits vor geraumer Zeit regulĂ€r verlĂ€ngert worden, teilte ein Unternehmenssprecher in Gerlingen bei Stuttgart mit. Details wurden nicht genannt. ZunĂ€chst hatte das «Handelsblatt» darĂŒber berichtet. Dem Bericht zufolge soll der Kontrakt um fĂŒnf Jahre verlĂ€ngert worden sein. Dann wĂŒrde er bis 2031 laufen.

Die VerlĂ€ngerung stĂ€rkt dem gebĂŒrtigen Dortmunder in turbulenten Zeiten den RĂŒcken. Bosch plant bis 2030 allein in der MobilitĂ€tssparte rund 22.000 Stellen in Deutschland zu streichen. Dazu kommen noch 2400 Stellen in der HausgerĂ€tesparte BSH und die Schließung der Elektrowerkzeugfertigung in Leinfelden. Jeder fĂŒnfte Arbeitsplatz bei Bosch in Deutschland steht zur Disposition.

Der ehemalige McKinsey-Manager fĂŒhrt den Stiftungskonzern seit knapp vier Jahren. Damit hat der 59-jĂ€hrige promovierte Maschinenbauer die Option, wie seine drei VorgĂ€nger Volkmar Denner, Franz Fehrenbach und Hermann Scholl den Bosch-Konzern eine Dekade lang zu fĂŒhren. Hartung ist erst der siebte Chef nach GrĂŒnder Robert Bosch in der 139-jĂ€hrigen Geschichte des Unternehmens, das neben Autoteilen, Halbleitern, HausgerĂ€ten und Elektrowerkzeugen auch Industrie- und GebĂ€udetechnik herstellt.

Wachstum im Zulieferbereich erwartet

Trotz der Krise in der Automobilindustrie rechnet Bosch in seinem Zulieferbereich im laufenden Jahr wieder mit einem leichten Wachstum. Das Umsatzplus belĂ€uft sich voraussichtlich auf knapp zwei Prozent, hatte das Unternehmen anlĂ€sslich der Automesse IAA Mobility in MĂŒnchen erklĂ€rt. Man wachse trotz einer weltweit stagnierenden Fahrzeugproduktion, schwacher Nachfrage sowie Verzögerungen bei ElektromobilitĂ€t und automatisiertem Fahren. 

Im vergangenen Jahr war der Umsatz der Zuliefersparte um 0,7 Prozent auf 55,8 Milliarden Euro gesunken. Der grĂ¶ĂŸte Bosch-GeschĂ€ftsbereich macht mehr als 60 Prozent des Gesamtumsatzes von gut 90 Milliarden Euro aus.

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