Objektsicherung, Standards

Objektsicherung: Neue Standards für Technik, Brandschutz und Einbruchschutz

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 00:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

ÖNORM-Kontrollen, KI-Überwachung und neue Zutrittstechnik prägen die Gebäudesicherheit; Einbruchzahlen erhöhen den Bedarf an Schutzkonzepten.

Objektsicherheit: ÖNORM-Prüfungen und KI schützen Immobilien
Moderne Wohnhausfassade bei Tageslicht als Symbol für professionelle Objektsicherungsprüfungen. Illustration mit AI erstellt.

Das Unternehmen immOH! bietet spezialisierte Objektsicherungsprüfungen gemäß den Standards ÖNORM B1300 und B1301 an. Wie aus Fachberichten vom 10.09.2026 hervorgeht, decken diese Prüfverfahren die wesentlichen Sicherheitsbereiche Technik, Brandschutz, Gesundheit und Umwelt sowie Einbruchschutz ab. Die Dienstleistung richtet sich an Immobilieneigentümer und Verwalter, die ihrer Prüfpflicht zur Gewährleistung der Objektsicherheit nachkommen müssen.

Umfangreiche Kontrollen für technische und bauliche Sicherheit

Gemäß den Anforderungen der ÖNORM B1300 und B1301 ist eine mindestens jährliche Kontrolle der Immobilien vorgesehen. Über diese regelmäßigen Intervalle hinaus betont immOH! die Notwendigkeit zusätzlicher Überprüfungen nach extremen Wetterereignissen wie Sturm oder Hagel.

Werden im Rahmen dieser Begehungen Mängel an der Bausubstanz oder den technischen Anlagen festgestellt, müssen diese zeitnah behoben werden, um die Sicherheit der Bewohner und Passanten dauerhaft zu garantieren.

Die Notwendigkeit solcher präventiven Maßnahmen wird durch aktuelle Kriminalstatistiken unterstrichen. Laut einem Fachbeitrag vom 09.09.2026 verzeichnete das Bundeskriminalamt (BKA) in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2025 insgesamt 82.920 Wohnungseinbruchdiebstähle. Dies entspricht einem Anstieg von 5,7 % gegenüber dem Vorjahr und verdeutlicht den steigenden Bedarf an effektiven Sicherungskonzepten im Wohn- und Gewerbebau.

Technologische Innovationen bei Perimeterschutz und Überwachung

Im Bereich der Objektsicherung setzen Anbieter verstärkt auf künstliche Intelligenz (KI). Kompass Sicherheitstechnik bietet hierfür KI-gestützte Lösungen für den Perimeterschutz an, die insbesondere in der Agrarindustrie, bei kommunalen Betrieben und für Gewerbeobjekte zum Einsatz kommen.

Das Konzept verbindet Videotechnik mit Detektionssystemen und kontrollierten Zufahrten. Ziel dieser KI-basierten Ereignisbewertung ist es, relevante Situationen früher zu identifizieren und die Rate an Fehlalarmen signifikant zu senken. Die Einsatzgebiete erstrecken sich laut Bericht vom 09.09.2026 auf Logistikflächen, Stallanlagen, Bauhöfe und Maschinenhallen.

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Auch der Hersteller Hikvision treibt die Entwicklung voran. Die neuen Guanlan-KI-Modelle zur Perimetersicherung sollen Fehlalarme um bis zu 90 % reduzieren und gleichzeitig die Detektionsreichweite verdoppeln. Durch eine effiziente ROI-Komprimierung (Region of Interest) kann zudem eine Speicherersparnis zwischen 30 % und 50 % erreicht werden.

Für die Überwachung von Baustellen, die in Deutschland jährlich Millionenschäden durch Diebstahl verursachen, stellt der Dienstleister LivEye mobile Videoüberwachungssysteme bereit. Das Unternehmen verfügt über rund 160 Mitarbeitende und betreibt eine 24/7-Leitstelle zur Auswertung von KI-erkannten Anomalien.

Neue Standards bei Zutrittssystemen und Sensortechnik

Fortschritte gibt es ebenfalls bei der Hardware für den Innen- und Außenbereich. MOBOTIX präsentierte mit der „c ONE“ eine kompakte 360°-Sicherheitskamera mit 4K-Sensorik und integriertem Infrarot-Licht für Flächen bis zu 25 Quadratmetern. Das System arbeitet ohne externen Server und wird unter dem Label „Made in Germany“ vertrieben.

Im Bereich der Funk-Einbruchmeldetechnik erhielt CM Security eine VdS-Anerkennung nach der Norm VdS 3106 Klasse B für seine Funk-Einbruchmeldezentrale sowie zugehörige Sensoren. Das System erfüllt zudem die Anforderungen der EN 50131-5-3 Grad 3 und ist in der Lage, Sabotageversuche durch Störsender aktiv zu erkennen.

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Für den Bereich Smart Entry präsentierte EZVIZ im Rahmen der IFA 2026 neue Produkte, darunter Türspione mit 4K-Auflösung und Türsprechanlagen, die eine Handvenenerkennung zur Authentifizierung nutzen. Ergänzend dazu liefert DoorBird neue IP-Video-Türstationen mit integrierter 5G-Mobilfunkanbindung aus. Diese sind für große Anlagen mit bis zu 3.000 Einheiten ausgelegt und benötigen keine separate Netzwerkverkabelung vor Ort.

Erweiterte Infrastruktur und Drohnen-Detektion

Die Telekom demonstrierte auf der Fachveranstaltung DIGITAL X Möglichkeiten der passiven Drohnen-Detektion mittels RF-Sensoren, die speziell für die Montage an Funkmasten geeignet sind.

Zudem plant der Konzern für den 5. Oktober 2026 den Start von „Voice AI Notes Mobile“, einer DSGVO-konformen KI-Gesprächsdokumentation für Geschäftskunden. Diese technologischen Ergänzungen bilden zusammen mit den physischen Prüfungen nach ÖNORM einen umfassenden Rahmen für die moderne Gebäudesicherheit und Compliance-Einhaltung.

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