Ökonomen sehen den Vorschlag des RKI bezüglich der Abriegelung von Hotspots kritisch
Veröffentlicht am: 16.10.2020 um 20:18 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der Chef des Instituts für Weltwirtschaft (IFW) Gabriel Felbermayr hat gegenüber dem "Handelsblatt" für die Ausgaben am kommenden Montag, 19.10.2020, darauf hingewiesen, dass sich die Abriegelung von Hotspots in Asien bewährt hätte, um die Ausbreitung von Covid-19 schnell einzudämmen, dies insbesondere in China. Dabei würde es sich jedoch um eine deutlich drakonischere Maßnahme als ein Beherbergungsverbot handeln. Die Durchsetzung, und das würde auch das Beispiel Asien zeigen, würde einen höheren Einsatz von Ressourcen, potenziell sogar den Einsatz von der Polizei, fordern, führte Gabriel Felbermayr weiter aus.
Vermutlich wären aus ökonomischer Sicht eine "zielgenaue Abriegelung" besser als grundsätzliche Beschränkungen bei den Reisen, da sich die Kosten der Anpassung auf die geografischen Räume konzentrieren würde, in welchen das Geschehen der Infektion am stärksten sei. Mit diesem Vorgehen würden die richtigen Anreize gesetzt, damit im lokalen Bereich alles zur Minimierung der Inzidenzen getan werde. Jedoch müssten die Gedanken über die Definition von Hotspots wohlüberlegt sein. Gabriel Felbermayr führte weiter aus, vermutlich müssten es nicht die Kreise, sondern die Kommunen sein. Zudem sei unklar, ob die Rate der Inzidenz bei 100.000 Einwohner und 50 Fällen pro Woche liegen soll.
Clemens Fuest, Präsident von Ifo glaubt, dass die Wirkung bezüglich Ökonomie davon abhängen würde, was die Abriegelung genau bedeuten würde. Die Folgen für die Wirtschaft dürften überschaubar sein, wenn es darum gehen würde, die nicht beruflich angeordneten Reisen während einer zeitlichen Begrenzung einzuschränken. Hingegen hätte eine vollständige Abriegelung im Personenverkehr höhere ökonomische Kosten zur Folge, so Gabriel Felbermayr weiter. Zudem müsse die Politik die allgemeinen Folgen in Bezug auf das Vertrauen von Produzenten und Konsumenten bedenken. Die Abriegelung sei ein Signal dafür, dass sich die Krise deutlich verschärfen würde. Gabriel Felbermayr ist der Meinung, dass dies nur gemacht werden sollte, wenn der Ertrag in der Form von der Eindämmung bezüglich der Epidemie hoch genug sei. Diese Abwägung müsse auf dem Fundament von sehr unvollständigen Informationen erfolgen, sei sehr schwierig und für die Entscheidungsträger in der Politik keine leichte Aufgabenstellung.
Marcel Fratzscher, Präsident der DIW, hat dem "Handelsblatt" gesagt, dass er aus diesem Grund bereits jetzt befürchte, dass diese Abwägung nur schiefgehen könne. In erster Linie sei der Erfolg von den Maßnahmen in Bezug auf Covid-19 von der Akzeptanz der Menschen abhängig. Die Abriegelung von Hotspots könnte im schlimmsten Fall kontraproduktiv und nicht nur ineffektiv sein, wenn viele Bürgerinnen und Bürger diese nicht akzeptieren würden und sich aus diesem Grund gegen jegliche Strategien und weitere Maßnahmen der Politik stellen würden.
Dass härtere und langfristige Restriktionen nicht zu einer bessern Begrenzung von der Infektionswelle führen müssen, würden die Beispiele in Frankreich und Spanien zeigen. Aus diesem Grund ist der Chef des Instituts für Weltwirtschaft der Meinung, dass es sich bei der Abriegelung von Hotspots um ein "gefährliches Experiment" handeln würde.
Vermutlich wären aus ökonomischer Sicht eine "zielgenaue Abriegelung" besser als grundsätzliche Beschränkungen bei den Reisen, da sich die Kosten der Anpassung auf die geografischen Räume konzentrieren würde, in welchen das Geschehen der Infektion am stärksten sei. Mit diesem Vorgehen würden die richtigen Anreize gesetzt, damit im lokalen Bereich alles zur Minimierung der Inzidenzen getan werde. Jedoch müssten die Gedanken über die Definition von Hotspots wohlüberlegt sein. Gabriel Felbermayr führte weiter aus, vermutlich müssten es nicht die Kreise, sondern die Kommunen sein. Zudem sei unklar, ob die Rate der Inzidenz bei 100.000 Einwohner und 50 Fällen pro Woche liegen soll.
Clemens Fuest, Präsident von Ifo glaubt, dass die Wirkung bezüglich Ökonomie davon abhängen würde, was die Abriegelung genau bedeuten würde. Die Folgen für die Wirtschaft dürften überschaubar sein, wenn es darum gehen würde, die nicht beruflich angeordneten Reisen während einer zeitlichen Begrenzung einzuschränken. Hingegen hätte eine vollständige Abriegelung im Personenverkehr höhere ökonomische Kosten zur Folge, so Gabriel Felbermayr weiter. Zudem müsse die Politik die allgemeinen Folgen in Bezug auf das Vertrauen von Produzenten und Konsumenten bedenken. Die Abriegelung sei ein Signal dafür, dass sich die Krise deutlich verschärfen würde. Gabriel Felbermayr ist der Meinung, dass dies nur gemacht werden sollte, wenn der Ertrag in der Form von der Eindämmung bezüglich der Epidemie hoch genug sei. Diese Abwägung müsse auf dem Fundament von sehr unvollständigen Informationen erfolgen, sei sehr schwierig und für die Entscheidungsträger in der Politik keine leichte Aufgabenstellung.
Marcel Fratzscher, Präsident der DIW, hat dem "Handelsblatt" gesagt, dass er aus diesem Grund bereits jetzt befürchte, dass diese Abwägung nur schiefgehen könne. In erster Linie sei der Erfolg von den Maßnahmen in Bezug auf Covid-19 von der Akzeptanz der Menschen abhängig. Die Abriegelung von Hotspots könnte im schlimmsten Fall kontraproduktiv und nicht nur ineffektiv sein, wenn viele Bürgerinnen und Bürger diese nicht akzeptieren würden und sich aus diesem Grund gegen jegliche Strategien und weitere Maßnahmen der Politik stellen würden.
Dass härtere und langfristige Restriktionen nicht zu einer bessern Begrenzung von der Infektionswelle führen müssen, würden die Beispiele in Frankreich und Spanien zeigen. Aus diesem Grund ist der Chef des Instituts für Weltwirtschaft der Meinung, dass es sich bei der Abriegelung von Hotspots um ein "gefährliches Experiment" handeln würde.
Redaktion ad-hoc-news.de, Ever True Smile
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