Habeck: Globaler Wettbewerb dreht sich um grĂŒne Technologien
04.06.2024 - 14:56:40 | dpa.de"Im Wettbewerb zwischen den Unternehmen, zwischen den wirtschaftlichen Bereichen, zwischen den LĂ€ndern, geht es darum, wer am erfolgreichsten dabei ist, grĂŒne, nachhaltige Technologien auf den Markt zu bringen", sagte er auf einem Branchentreffen der Luftfahrtindustrie kurz vor der Eröffnung der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin. "Es geht nicht mehr darum, an alten GeschĂ€ftsmodellen so lange wie möglich festzuhalten." Wer so denke, verliere im Wettbewerb.
Technologischer Fortschritt könne nicht auf Kosten der Grundlage fĂŒr die Freiheit einer modernen Gesellschaft erreicht werden: "Und diese Grundlage ist das Klima auf unserer Erde", sagte Habeck. "Das bedeutet, dass wir die Art unseres Konsums, unserer Produktion und unseres Transports Ă€ndern mĂŒssen."
Auf dem Treffen der Luftfahrtbranche ging es am Dienstag vor allem um die Transformation der Industrie hin zu KlimaneutralitÀt. Aus Sicht von Wissenschaftlern muss dabei der Einsatz nachhaltiger Kraftstoffe im Mittelpunkt stehen.
Der Luftfahrtsektor sollte seinen Widerstand aufgeben gegen ein Ende der Subventionen fossiler Kraftstoffe, forderte etwa Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts fĂŒr Klimafolgenforschung auf der Konferenz. Die Branche sollte zudem einen CO2-Preis von mindestens 100 Euro pro Tonne akzeptieren. Und es sollte fĂŒr Fluggesellschaften verboten sein, zu behaupten, sie seien klimaneutral, indem sie ihre CO2-Emissionen mit neu gepflanzten BĂ€umen verrechnen. "Wir brauchen die BĂ€ume, wir brauchen die CO2-Senken", betonte Rockström. "Aber wir brauchen sie zusĂ€tzlich zur Dekarbonisierung der Antriebe in der Luftfahrt."
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