Ostfrankreich will verstÀrkt deutsche Investoren werben
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 06:31 Uhr | dpa, AD HOC NEWSMit der bayerischen Landeshauptstadt als Ankerpunkt und einer möglichen spĂ€teren PrĂ€senz in weiteren deutschen StĂ€dten wolle man direkt auf Unternehmen und Wirtschaftsnetzwerke vor Ort zugehen, teilte die RĂ©gion Grand Est im elsĂ€ssischen StraĂburg mit. Die 2016 geschaffene Verbundregion umfasst neben den unmittelbar an Deutschland grenzenden Regionen Elsass und Lothringen auch die Region Champagne-Ardenne.
Der sogenannte Ostfrankreich Expansion Desk in MĂŒnchen richte sich an Unternehmen, die sich in Frankreich mit Standort im Grand Est niederlassen oder ihre AktivitĂ€ten dort ausbauen möchten. Er biete eine zentrale, deutschsprachige Anlaufstelle sowie eine Begleitung von den ersten Ăberlegungen bis zur Umsetzung des Projekts. Ziel sei es, den Weg fĂŒr deutsche Investoren zu vereinfachen und zu beschleunigen und ihnen administrative Hilfe zu bieten, teilte die Region mit. Insbesondere gehe es um die Sektoren Cleantech, Biowissenschaften, Digitalisierung, KĂŒnstliche Intelligenz, Cybersicherheit und Deep-Tech.
Bindeglied zwischen Frankreich und Deutschland
"Die RĂ©gion Grand Est ist das natĂŒrliche Bindeglied zwischen Frankreich und Deutschland. Unsere NĂ€he ist nicht nur geografischer Natur, sondern auch industrieller, wirtschaftlicher und kultureller Art", sagte RegionsprĂ€sident Franck Leroy. "In der aktuellen Situation, in der sich Europa befindet, mĂŒssen wir diese NĂ€he in neue Projekte und neue Allianzen umsetzen. Jede deutsche Investition im Grand Est stĂ€rkt unsere Regionen, trĂ€gt aber auch dazu bei, eine wettbewerbsfĂ€higere, kohlenstoffĂ€rmere und souverĂ€nere europĂ€ische Industrie aufzubauen."
Schon jetzt ist Deutschland der wichtigste internationale Wirtschaftspartner der französischen Region. Rund 30 Prozent der im Grand Est realisierten auslĂ€ndischen Investitionsprojekte stammen aus Deutschland. Mehr als 820 deutsche Unternehmen sind in der Region ansĂ€ssig. GrĂŒnde fĂŒr deutsche Investitionen in der Grenzregion sind nach Angaben der Deutsch-französischen Industrie- und Handelskammer (AHK) unter anderem die VerfĂŒgbarkeit qualifizierter ArbeitskrĂ€fte, die gute Infrastruktur und geografische Lage.
