Papierfabrik, Carl

Papierfabrik Carl Lenz in Wehr: Pläne für 15.000 Quadratmeter Wohnraum

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 15:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Vorhaben umfasst rund 15.000 Quadratmeter Wohnraum; der Baubeginn ist für 2030 vorgesehen, Denkmalschutzfragen sind noch offen.
Ein weitläufiges, brachliegendes Fabrikgelände mit alten Backsteingebäuden und einem Flusslauf bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt.

Auf dem Areal der ehemaligen Papierfabrik Carl Lenz in Wehr soll ein neues Stadtquartier entstehen. Bei einer Bürgerversammlung am Mittwoch, 4. November 2026, stellte Erich Baumann, Mitgeschäftsführer der Siedlungswerkstatt Konstanz, die Pläne für das Konversionsprojekt vor. Vorgesehen sind auf dem Gelände rund 15.000 Quadratmeter Wohnfläche, die Raum für bis zu 200 Familien bieten sollen. Als Baubeginn wird das Jahr 2030 angestrebt.

Wohnraum auf Industrie- und Stadtflächen

Das städtebauliche Konzept sieht nach aktuellem Stand eine Aufteilung der Wohnbebauung vor. Rund 130 Wohnungen sollen direkt auf dem bisherigen Industriegelände entstehen. Weitere 60 bis 70 Einheiten sind auf dem angrenzenden städtischen Areal in Richtung des Flusses Wehra geplant. Um den oberirdischen Raum zu entlasten, soll das Parken vollständig in Tiefgaragen verlagert werden.

Auf dem Fabrikgelände sind gegenwärtig noch drei historische Bauten vorhanden: eine Villa, ein Maschinengebäude sowie ein großes Magazingebäude. Nach den Plänen der Entwickler soll das Magazingebäude erhalten und künftig als zentrales Hauptgebäude sowie städtebaulicher Hochpunkt genutzt werden. Bei der Umsetzung dieses Vorhabens bestehen derzeit jedoch noch Hürden in Abstimmung mit dem Denkmalamt.

Erschließung und verkehrliche Anbindung

Für die verkehrliche Erschließung des künftigen Quartiers sind neue Zufahrten über die Storchenstraße und die Waldstraße vorgesehen. Zudem soll das Gelände für den Fuß- und Radverkehr erschlossen werden. Geplant ist ein neuer Geh- und Radweg entlang der Wehra, der die Todtmooser Straße mit der Waldstraße verbindet und das Quartier an das bestehende Wegenetz anbindet.

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Auf dem ehemaligen Fabrikgelände in Wehr sind rund 15.000 Quadratmeter Wohnfläche und bis zu 200 Wohneinheiten vorgesehen, der Baubeginn ist für 2030 angestrebt. Wer früh einsteigen will, braucht Klarheit über Denkmalschutz-Auflagen und Verfahrensstand. Der kostenlose Leitfaden fasst die Prüfpunkte für Konversionsprojekte zusammen. Kostenlosen Leitfaden jetzt anfordern

Der Erstentwurf für die Neugestaltung des Industrieareals war bereits vor einem Jahr vorgelegt worden. Im Rahmen der jüngsten Bürgerversammlung bildeten unter anderem Fragen zur allgemeinen Infrastruktur sowie zu den Ansiedlungsmöglichkeiten für den Einzelhandel zentrale Themen der Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Kommunale Einordnung und Ausblick

Aus Sicht der Verwaltung bietet das Projekt wichtige Entwicklungsmöglichkeiten für die Kommune. Wehrs Bürgermeister Denis Schimak betonte anlässlich der Vorstellung, die Stadt benötige dringend sozialverträglichen Geschosswohnungsbau.

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Der Erhalt des Magazingebäudes als künftiger Hochpunkt ist noch nicht geklärt — hier hängt die Abstimmung mit dem Denkmalamt. Wer die Auflagen zu spät prüft, verliert Zeit im Verfahren. Der Leitfaden zeigt, wie Sie Denkmalschutz-Fragen strukturiert klären und den Zeitplan bis 2030 realistisch aufstellen. Leitfaden zur Denkmalschutz-Abstimmung sichern

Mit Blick auf den zu erwartenden Zuzug durch das neue Quartier verwies Schimak darauf, dass die örtlichen Schulen und Kindergärten über ausreichende Kapazitäten verfügen, um den zusätzlichen Bedarf zu decken. Bis zum geplanten Baubeginn 2030 stehen nun weitere Abstimmungen und Planungsverfahren an.

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