Kassen, Verbesserung

Kassen skeptisch bei Verbesserung fĂŒr Patienten

31.01.2025 - 10:48:36

Patientenvertreter und Krankenkassen Ă€ußern sich skeptisch, dass beschlossene Anreize und Erleichterungen fĂŒr Hausarztpraxen in der Versorgung vor Ort Wirkung zeigen.

"Mit dem Gesetz wird die VergĂŒtung der Ärztinnen und Ärzte auf jeden Fall verbessert", sagte die stellvertretende Chefin des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherungen, Stefanie Stoff-Ahnis, der Deutschen Presse-Agentur. "Doch ob sich auch fĂŒr die Patientinnen und Patienten etwas verbessert, steht in den Sternen."

Das Gesetz sei so aufgebaut, dass die HausĂ€rzte garantiert 400 Millionen Euro Honorar zusĂ€tzlich bekĂ€men, selbst wenn es keinen einzigen zusĂ€tzlichen Arzttermin gebe, sagte Stoff-Ahnis. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisierte, es bleibe das Geheimnis von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), wie der Wegfall von Honorar-Obergrenzen zu mehr Terminen fĂŒhren solle. "Das Gesetz wird nicht zur Steuerung und Förderung der notleidenden Praxis auf dem Land genutzt", sagte Vorstand Eugen Brysch.

Der Bundestag hatte in der Nacht ein Gesetz von Lauterbach beschlossen, das bessere Bedingungen fĂŒr HausĂ€rztinnen und HausĂ€rzte regelt. FĂŒr sie sollen damit - wie schon fĂŒr KinderĂ€rzte - Obergrenzen bei der VergĂŒtung wegfallen. EingefĂŒhrt werden soll eine Jahrespauschale zur Behandlung chronisch kranker Patienten. Dies soll Praxisbesuche in jedem Quartal nur zum Abholen von Rezepten vermeiden und mehr BehandlungsfreirĂ€ume schaffen. Ziel ist es, den Beruf angesichts von 5.000 unbesetzten Hausarztsitzen attraktiver zu machen.

@ dpa.de