Deflation drĂŒckt weiter auf Chinas Wirtschaft
10.04.2025 - 07:58:17Inmitten des sich zuspitzenden Handelsstreits mit den USA kÀmpft Chinas Wirtschaft weiter mit Deflationsdruck. Wie das Statistikamt in Peking mitteilte, sank der Verbraucherpreisindex im MÀrz um 0,1 Punkte im Vergleich zum selben Vorjahresmonat. Analysten hatten im Vorfeld keine VerÀnderung erwartet. Bereits im Februar hatten die Verbraucherpreise stÀrker als erwartet nachgegeben.
Pekings Statistiker begrĂŒndeten die Entwicklung mit mehr frischen Lebensmitteln auf den Markt durch wĂ€rmeres Wetter und mit einem niedrigeren Ălpreis. ING-Bank-Analyst Lynn Song schrieb, der Index habe unter dem bestehenden Preisdruck den Sprung ĂŒber die Null-Grenze nicht geschafft. Zusammen mit einer Eskalation der Zölle ergebe sich ein geeignetes Zeitfenster fĂŒr die chinesische Volksbank, um die Geldpolitik wieder zu lockern, erklĂ€rte er.
Eintauschprogramme fĂŒr mehr KonsumÂ
Deflation ist das Gegenteil von Inflation. Zwar fĂŒhrt diese dazu, dass KĂ€ufer mehr fĂŒr ihr Geld bekommen. Ăkonomen halten eine solche Entwicklung aber langfristig fĂŒr schĂ€dlich, da Firmen dadurch weniger verdienen, was Löhne und ArbeitsplĂ€tze bedrohen kann.
China kĂ€mpft schon lĂ€nger mit einer schwachen Inlandsnachfrage. Peking machte die Ankurbelung des Konsums deshalb zur obersten PrioritĂ€t fĂŒr dieses Jahr. Derzeit versucht die Regierung etwa mit einem Eintauschprogramm alter gegen neue GerĂ€te oder Autos die Kauflaune zu verbessern. Lynn rechnete allerdings damit, dass die MaĂnahme wenig zu einem höheren Preisniveau beitragen dĂŒrfte, da diese den Konsum mit Rabatten subventioniert.


