Perimetersicherheit, BHE-Seminar

Perimetersicherheit: BHE-Seminar vermittelt Planung nach DIN VDE 0826-20

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 03:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Fachveranstaltungen behandeln bauliche HĂ€rtung, zivile Krisenvorsorge und normgerechte Perimetersicherheit fĂŒr kritische Einrichtungen.

Bau-Protect und Sicherheitsforum: Schutz kritischer Infrastruktur im Fokus
Massive, verstÀrkte Betonmauer einer kritischen Infrastruktur unter einem bewölkten Himmel. Illustration mit AI erstellt.

Fachveranstaltungen behandeln den Schutz baulicher Infrastrukturen vor extremen Belastungen sowie die sicherheitstechnische Absicherung kritischer Einrichtungen durch Normenwissen und technische Systeme. Vor dem Hintergrund wachsender Risiken durch Sabotage, Naturgefahren und Drohnenangriffe rĂŒckt die physische und betriebliche HĂ€rtung von GebĂ€uden und Versorgungsnetzen verstĂ€rkt in den Fokus von Behörden, Betreibern und Sicherheitsplanern.

Bau-Protect thematisiert Zivilschutz und Drohnenschutz

Im Fraunhofer Forum Berlin befasst sich der 11. Workshop Bau-Protect vom 6. bis zum 7. Oktober 2026 mit dem Schutz baulicher Infrastruktur vor extremen Einwirkungen. Die tĂ€glich von 9 bis 17 Uhr angesetzte Veranstaltung des Fraunhofer-Instituts fĂŒr Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut (EMI), legt ihre Schwerpunkte auf Schutzmaßnahmen vor Drohnen, SchutzrĂ€ume im Zivilschutz sowie den baulichen Schutz öffentlicher Infrastrukturen.

Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau ist durch ihren PrĂ€sidenten Norbert Gebbeken in zwei Fachsitzungen der Tagung vertreten. Der regulĂ€re Teilnahmebeitrag fĂŒr den Workshop Bau-Protect 2026 lag bei 340 Euro, wĂ€hrend der Ausstellerpreis inklusive zweier Teilnehmer 850 Euro betrug; die regulĂ€re Anmeldefrist endete am 20. September 2026.

Zivile Verteidigung und Schnittstellen zur Wirtschaft

Die Widerstandskraft von Versorgungsnetzen stand auch beim 2. Sicherheitsforum Nordostniedersachsen der Industrie- und Handelskammer LĂŒneburg-Wolfsburg (IHKLW) in Bad Bevensen auf der Agenda. Gegenstand der dortigen Beratungen waren Krisenvorsorge, kritische Infrastrukturen sowie die HandlungsfĂ€higkeit im Ernstfall, insbesondere bei Cyberangriffen, StromausfĂ€llen, gestörten Lieferketten oder im Verteidigungsfall.

Henning Otte, der Wehrbeauftragte, forderte auf der Veranstaltung einen zivilen Operationsplan Deutschland neben dem militĂ€rischen Pendant. Otte betonte, Deutschland mĂŒsse seine VerteidigungsfĂ€higkeit stĂ€rken und die militĂ€rische sowie zivile Verteidigung enger verzahnen.

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IHKLW-PrĂ€sident Andreas Kirschenmann wies darauf hin, dass die gesellschaftliche und wirtschaftliche DurchhaltefĂ€higkeit maßgeblich von einer funktionierenden kritischen Infrastruktur abhĂ€nge. Zudem mĂŒssten offene Fragen im Bereich der Drohnenabwehr auf politischer Ebene geklĂ€rt werden.

Das Podium der Veranstaltung vereinte Vertreter aus Industrie, Gefahrenabwehr und StreitkrÀften, darunter André Pieper-Christensen als Kreisbrandmeister, Gilles Seifert als Oberstleutnant beim Landeskommando Niedersachsen sowie Delegierte der Telekom und des Unternehmens DE-VAU-GE.

Perimetersicherheit und Normierung nach DIN-Vorgaben

ErgĂ€nzend zu den Großkonferenzen gewinnen Weiterbildungen zu technischen Normen an Bedeutung. Der BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. richtet am 19. November 2026 von 10:00 bis 16:00 Uhr in Petersberg das Fachseminar „Wirksame Perimetersicherheit unter KRITIS-Aspekten: Von der Norm zur belastbaren Lösung“ aus.

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Zur ganzheitlichen Krisenvorsorge in Betrieben gehört neben der physischen Sicherheit auch die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen im Notfallmanagement. Eine kostenlose Vorlage hilft dabei, alle vorgeschriebenen Informationen und Rufnummern in einem Alarmplan rechtssicher zu dokumentieren. Kostenlose Alarmplan-Mustervorlage fĂŒr den Betrieb herunterladen

Die Referenten Thomas Hermes von der Securiton Deutschland GmbH und Heiko Viehweger von der Hirsch Secure GmbH vermitteln dabei die Planung nach der Vornorm DIN VDE (V) 0826-20 sowie Betriebsanforderungen an Perimeter-Sicherheitssysteme (PSS).

Das Seminar behandelt die Auswahl geeigneter Sensortechnologien, die Einordnung von PSS-Graden und die Koordination der Außensicherung mit VideoĂŒberwachungs-, Zutritts- und Gefahrenmeldesystemen.

Das Angebot richtet sich an Sicherheitsverantwortliche, technisches Fachpersonal, Planer sowie Vertreter von Versicherern und Behörden wie etwa Beratungsstellen der Polizei und des Landeskriminalamts. FĂŒr Mitglieder des Verbands wird ein Preisnachlass von 40 Prozent gewĂ€hrt.

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