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Pfeiffer Vacuum: Neue MVP 010-3 Neo arbeitet unter 50 dB(A)

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 17:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die MVP 010-3 Neo arbeitet ölfrei unter 50 dB(A); der Beitrag erläutert zudem Auswahlkriterien für Adsorptionsanlagen und Molekularsiebe.

Pfeiffer Vacuum stellt leise Membranpumpe für industrielle Anwendungen vor
Industrielle Anlage mit Edelstahlrohrleitungen und Druckbehältern in einer modernen Fertigungsumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Aktuelle Fachbeiträge befassen sich mit den technischen Anforderungen und Auswahlkriterien für industrielle Druckwechseladsorptionsanlagen (PSA) sowie industrielle Vakuumsysteme. Für Betreiber stehen dabei insbesondere Faktoren wie Gaszusammensetzung, geforderter Durchsatz, Reinheitsziele und die Einbindung in bestehende Versorgungseinrichtungen im Mittelpunkt, um Wirtschaftlichkeit und Prozesssicherheit zu gewährleisten.

Einsatzbereiche und Betriebskriterien von PSA- und VPSA-Anlagen

Bei der Erzeugung von Industriegasen bestimmt das geforderte Anforderungsprofil maßgeblich die Anlagentechnologie. Für den Stickstoffbedarf nennt ein Fachbeitrag die Druckwechseladsorption vor allem bei einem Durchsatz von unter 3.000 Nm³/h und einer Reinheit von etwa 99,9 % als Richtwert.

Die Systeme können Stickstoff mit bis zu 99,9 % Reinheit erzeugen und erreichen diese Zielqualität üblicherweise binnen 30 Minuten nach dem Start. Grundsätzlich werden bei PSA-Stickstoff Reinheiten von 99,9–99,999 % erreicht, während die Tieftemperaturzerlegung ab einem Bedarf von über 5.000 Nm³/h empfohlen wird.

Spezifische Branchenanforderungen variieren: Beim Stahlglühen sind mindestens 99,99 % Reinheit erforderlich, bei der Tankinertisierung liegt der Bereich bei 99,5–99,9 %. Bei der PSA-Wasserstofferzeugung bewegen sich die Werte zwischen 99,9 % und 99,9999 %, wobei die Wasserstoffrückgewinnung aus Abgasen typischerweise 85–95 % beträgt.

Auf der Kostenseite entfallen etwa 70–80 % des Energieverbrauchs einer Anlage auf den Druckluftkompressor. Das eingesetzte Kohlenstoffmolekularsieb weist theoretisch eine Lebensdauer von 8–10 Jahren auf.

Für größere Gasmengen bei geringerem Stromverbrauch eignen sich Vakuum-Druckwechseladsorptionsanlagen (VPSA). Die übliche Sauerstoffreinheit liegt bei PSA- und VPSA-Verfahren bei 90–95 % und kann mit zusätzlicher Aufbereitung über 99 % erreichen.

Ein Fachbeitrag führt für VPSA-Anlagen Durchsätze von 20–200.000 Nm³/h, Reinheiten von 30–94 % sowie kundenspezifische Drücke an. Der Energieverbrauch beginnt laut Artikel ab 0,28 kWh/Nm³, wobei ein konkretes Kundenbeispiel 0,283 kWh/Nm³ nennt.

Bei einem Anbieter belaufen sich die Fertigungszeiten auf circa 120 Tage und die Installation sowie Inbetriebnahme auf etwa 35 Tage. Die Gewährleistung beträgt 12 Monate ab Abnahme oder 18 Monate ab Lieferung, je nachdem, was zuerst eintritt. Ein Kundendienst ist 24 Stunden erreichbar, mit einer Ankunft vor Ort binnen 12 Stunden.

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Differenzierte Molekularsiebe und Adsorptionsmittel

Die Effizienz von Trennprozessen hängt wesentlich vom verwendeten Adsorbens ab. Lithium-X-Zeolithe adsorbieren Stickstoff stärker als herkömmliche Natrium- oder Kalzium-basierte Siebe und lassen Sauerstoff passieren.

Durch schnellere Adsorptions- und Desorptionsphasen sollen sie die Produktion je Zeiteinheit steigern und Energie sparen. Dies kann den Adsorbensbedarf verringern oder den Durchsatz bestehender Systeme erhöhen; niedrigere Betriebsdrücke sollen den Stromverbrauch senken.

Unter anspruchsvollen Bedingungen bleibt die Sauerstoffreinheit laut Anbieter stabil über 93 %. Eingesetzt werden Lithium-Molekularsiebe in der medizinischen Sauerstoffversorgung sowie in der Stahl-, Glas-, Chemie- und Umwelttechnik.

Andere Zeolithtypen decken spezifische Einsatzzwecke ab:
- Zeolith 3A: Porengröße von 3 Å, beispielsweise für die Trocknung von Ethanol und Isolierglas.
- Zeolith 4A: Porengröße von etwa 4 Å, geeignet für Trocknung und allgemeine Gasreinigung.
- Zeolith 5A: Porengröße von 5 Å, genutzt für Kohlenwasserstofftrennung und PSA-Anwendungen.
- Zeolith 13X: Porengröße von 10 Å, ausgelegt auf größere Moleküle und die Luftreinigung.
- 13X-APG: Entfernt mit rund 10 Å Porengröße Wasser und CO? vor der kryogenen Luftzerlegung, um Eisbildung zu verhindern. Molekularsiebe können Verunreinigungen bis auf das ppm- oder ppb-Niveau senken und sind regenerierbar.

Entwicklungen in der industriellen Vakuumtechnik

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