Tusk: Indien könnte im Ukraine-Krieg vermitteln
22.08.2024 - 13:00:38 | dpa.de"Ich freue mich sehr, dass der Premierminister seine Bereitschaft bekrĂ€ftigt hat, sich persönlich fĂŒr eine friedliche, gerechte und rasche Beendigung des Krieges einzusetzen", sagte Tusk in Warschau nach GesprĂ€chen mit Modi. Das Vermittlungsangebot Modis sei besonders wichtig, weil dieser von Polen aus nach Kiew weiterreisen werde. Modi wird dort den ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj treffen.
Indien verhĂ€lt sich neutral zum russischen Angriffskrieg, trĂ€gt westliche Sanktionen gegen Moskau nicht mit und wirbt immer wieder fĂŒr eine Konfliktlösung durch Dialog. "Indien ist fest davon ĂŒberzeugt, dass kein Problem auf dem Schlachtfeld gelöst werden kann. Der Verlust unschuldiger Menschen auf Schlachtfeldern ist die gröĂte Herausforderung fĂŒr die Menschheit", sagte Modi.
Erst im Juli hatte Modi Moskau besucht. Bilder des Treffens, bei dem sich Modi und der russische PrÀsident Wladimir Putin umarmten, gingen viral. Der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte damals den Besuch.
Am Nachmittag soll der 73-JÀhrige noch mit Polens PrÀsidenten Andrzej Duda zusammentreffen. Es ist das erste Mal seit 1979, dass ein indischer Regierungschef Polen besucht.
Polen zĂ€hlt zu den wichtigsten militĂ€rischen UnterstĂŒtzern der von Russland angegriffenen Ukraine. Das EU- und Nato-Land spielt auch eine wichtige Rolle als logistische Drehscheibe fĂŒr die Hilfe des Westens fĂŒr Kiew. Von Russland wird Polen deshalb als Feind betrachtet.
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