Einigung, Finanzierung

Weil: Einigung bei Finanzierung des Deutschlandtickets

04.11.2023 - 06:50:54

Politiker von Bund und LÀndern sind sich grundsÀtzlich einig, dass das Deutschlandticket weiter angeboten werden soll. Eine zentrale Frage ist dabei noch offen.

Der niedersÀchsische MinisterprÀsident Stephan Weil ist optimistisch, dass sich Bund und LÀnder bei der weiteren Finanzierung des Deutschlandtickets einigen.

«FĂŒr 2024 mĂŒssten wir eine Einigung hinbekommen. Hier wĂŒrde es reichen, die ĂŒbrig gebliebenen Gelder in das nĂ€chste Jahr hinein zu transferieren», sagte der SPD-Politiker auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Die Frage der Finanzierung soll Thema sein bei der MinisterprĂ€sidentenkonferenz (MPK) am Montag zwischen den 16 Regierungschefs der LĂ€nder und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).

Der Verband der Verkehrsunternehmen hatte eine Finanzprognose vorgelegt. Demnach dĂŒrften die Verluste fĂŒr die Branche in diesem Jahr wegen der EinfĂŒhrung des Tickets erst im Mai bei 2,3 Milliarden Euro liegen, fĂŒr das ganze Jahr 2024 bei 4,1 Milliarden Euro. Bei insgesamt sechs Milliarden Euro öffentlicher ZuschĂŒsse fĂŒr 2023 und 2024 ergĂ€be sich demnach unter dem Strich eine FinanzierungslĂŒcke von 400 Millionen Euro.

FĂŒr die Jahre ab 2025 erwartet Weil das Signal, dass sich Bund und LĂ€nder die Mehrkosten beim Deutschlandticket auch kĂŒnftig je zur HĂ€lfte teilen.

Das 49-Euro-Ticket gibt es seit Mai in Deutschland. Kunden können damit im Abomodell bundesweit den Nah- und Regionalverkehr nutzen. WĂ€hrend die Grundfinanzierung zwischen Bund und LĂ€ndern fĂŒr die kommenden Jahre geklĂ€rt ist, geht es in dem Streit vor allem um die Mehrkosten, die den Verkehrsunternehmen entstehen. In diesem Jahr haben Bund und LĂ€nder diese jeweils zur HĂ€lfte ĂŒbernommen. FĂŒr das kommende Jahr gibt es noch keine Regelung.

@ dpa.de