Porsche-Kostensenkung, Zweites

Porsche-Kostensenkung: Zweites Sparpaket vor Werksferien geplant

21.06.2026 - 20:21:57 | boerse-global.de

Porsche plant ein weiteres Kostensenkungsprogramm mit Fokus auf geringere Produktion und mehr Synergien mit Audi.

Porsche-Chef Leiters treibt zweites Sparpaket vor Werksferien voran
Porsche-Kostensenkung - Ein elegantes Porsche-Sportauto in einer modernen ProduktionsstĂ€tte, mit angedeuteten Finanzgrafiken im Hintergrund. 21.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Porsche-Vorstandschef Michael Leiters will noch vor den Werksferien im Juli eine Einigung mit den Arbeitnehmervertretern erzielen. Es geht um ein zweites Kostensenkungsprogramm fĂŒr den angeschlagenen Sportwagenhersteller.

Der Manager, der Anfang des Jahres die Nachfolge von Oliver Blume antrat, reagiert damit auf die anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage. Kern der PlÀne: eine Anpassung der ProduktionskapazitÀten.

Weniger Autos, mehr Effizienz

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Die Fertigung soll kĂŒnftig unter der Marke von 280.000 Einheiten bleiben – das entspricht etwa dem Niveau des Vorjahres. Leiters macht klar: Porsche mĂŒsse auch mit weniger verkauften Fahrzeugen profitabel wirtschaften können.

Um die Effizienz zu steigern, ist zudem eine deutlich engere Zusammenarbeit mit der Konzernschwester Audi geplant. Die Frage ist: Reicht das, um die finanziellen Ziele zu erreichen?

Prognose unter Analystenerwartungen

FĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr erwartet das Management einen Umsatz von 35 bis 36 Milliarden Euro. Die angestrebte Umsatzrendite liegt zwischen 5,5 und 7,5 Prozent. Zum Vergleich: Analysten hatten im Schnitt mit rund acht Prozent gerechnet.

Der Druck auf Porsche hat sich zuletzt verschĂ€rft. Im ersten Quartal 2026 rutschte der Gewinn ab – verantwortlich gemacht werden neue Zölle, geopolitische Turbulenzen und LĂŒcken im Modellportfolio. Bereits 2025 war der Nettogewinn um mehr als 90 Prozent eingebrochen.

Trotz der Sparmaßnahmen soll die Einstiegsbaureihe 718 fortgefĂŒhrt werden. Ein wichtiges Signal an die Kunden.

Zweite Sparrunde nach Massenentlassungen

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Das neue Paket folgt auf eine erste Konsolidierungsrunde im Jahr 2025. Damals wurden rund 3.900 Stellen gestrichen – 1.900 regulĂ€re ArbeitsplĂ€tze und 2.000 ZeitarbeitsvertrĂ€ge. Nun soll die Kostenstruktur weiter optimiert werden.

Die Börse zeigt sich bislang wenig begeistert. Die Aktie der Porsche Automobil Holding notierte am 18. Juni bei 30,16 Euro – ein Minus von 1,41 Prozent. Das Papier bewegt sich damit nahe am 52-Wochen-Tief von 30,11 Euro. Der Jahreshöchststand lag bei 41,52 Euro.

Der aktuelle Börsenwert des Unternehmens betrÀgt rund 9,19 Milliarden Euro. Bei einem Jahresumsatz von 33,1 Milliarden Euro erzielte die Holding zuletzt einen Gewinn von 4,56 Milliarden Euro.

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