Jim, Rogers

Jim Rogers zum Rohstoffboom

Veröffentlicht: 04.04.2007 um 11:36 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Positiv für Asiens Umweltaktien?

„Vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Aufstiegs geht Rogers auf die Ignoranz des Westens gegenüber China ein: "Es ist erstaunlich, wie viele Menschen den Aufstieg Chinas nicht verstehen - China ist das nächste großartige Land auf der Welt. Ich weiß, dass sie sich selbst als Kommunisten bezeichnen, aber ich sage Ihnen, dort gibt es auch die besten Kapitalisten der Welt." China ist seit Deng Xiaopings Initiative der offenen Tür einen weiten Weg gegangen, aber "es hat auch noch einen weiten Weg vor sich" so Rogers emphatisch. "Wenn Sie in China Probleme entdecken, dann gehen sie ans Telefon und kaufen Sie soviel davon wie möglich." Er führt fort:" Dies ist etwas, dass wir verstehen müssen. Es wird unseren Bedarf nach vielen Dingen beeinflussen und die Welt, wie wir sie heute kennen, verändern." (Vollständiger Beitrag: http://www.emfis.de/rohstoffe/rohstoffe/nachrichten/beitrag/id/Jim_Rogers_Die_Aktie_ist_tot_Es_leben_die_Rohstoffe_ID47569.html) Eine sehr spannende Passage, wie ich finde. Spiegelt dies doch wieder, was wir von EMFIS immer wieder hervorheben, vom deutschen Anleger aber häufig ignoriert wird. China ist nicht nur irgendein Schwellenland, das sich nach vorne bewegt. China ist der Zukunftsmarkt schlechthin. Rückblickend betrachtet hat sich das Riesenreich in einer unglaublich kurzen Zeit dermaßen entwickelt, dass viele von uns nur ungläubig mit dem Kopf schütteln können. Was aber noch viel wichtiger ist: ein Ende des Aufstiegs dieses Landes ist nicht abzusehen. Wir stöhnen unter den hohen Ölpreises, der Kupferpreis ist wieder auf dem Aufstieg und die Minenbetreiber melden immer häufiger, dass sie die Nachfrage nicht befriedigen können, was natürlich zum Teil auch taktischer Natur ist. Dennoch ist in China nicht einmal jeder zweite chinesische Bürger auch nur annähernd mit den Annehmlichkeiten unserer westlichen Welt gesegnet, was vor dem Hintergrund Chinas als Fabrikhalle der Welt schon paradox erscheint. Mit dieser Verlagerung, die nicht neu ist, gehen auch Probleme einher, die sich so richtig wohl nicht einschätzen lassen. Die Fabriken Chinas schleudern Unmengen von Kohlendioxid in die Atmosphäre, der Strom wird aus alten Drecksschleudern von Kohlekraftwerken gewonnen und die Chemiewerke kippen ihre hochgiftigen Abwässer in die Flüsse aus denen sich zwei Kilometer weiter die Menschen Trinkwasser holen. Endlich hat auch die chinesische Regierung das Problem erkannt und erste Lösungsansätze präsentiert. Allein die Investition von 175 Mrd. USD ist beachtlich. Menschenleben lassen sich zwar nicht mit Geld aufwiegen, aber im Laufe der Zeit hat wohl jedes Land dieser Welt gravierende Umweltprobleme gehabt oder wird sie noch bekommen. Dass Umweltschutz und Produktivität mit einander korrelieren können, haben wir in Deutschland selbst zu spüren bekommen. Der Rhein war einst nichts weiter als ein riesiger Jauchegraben, im sächsischen Bitterfeld wurde massiv die Luft verschmutzt, die Menschen schmeckten die Chemie auf der Zunge. Und heute? Etwas mehr als 20 Jahre später ist der Rhein durchaus wieder begeh- und fischbar. In Sachsen kann man wieder den Himmel sehen und die Blumen riechen. Dies alles ist auch in China möglich, obgleich die Herausforderung ungleich größer ist. Aber Rogers hob ja hervor, dass man chinesische Probleme kaufen solle. Um von deren Lösung zu profitieren. Diese Lösung sind chinesische Unternehmen, wie Hyflux, China Water Affairs, Suntech Power und andere. Wenn man davon ausgeht, dass China in den nächsten Jahren weiterhin ein Wachstum von 7-8 % erreicht und die Bevölkerung zunehmend westliche Standards anstrebt, dann stehen diese Unternehmen vor riesigen Herausforderungen, die wiederum enorme Umsätze versprechen. Bedenken Sie, wie heiß derzeit in Deutschland über Umweltschutz diskutiert wird und wie sich in diesem Segment tätige Unternehmen entwickeln. Und nun stellen Sie sich vor, wir hätten nicht 82 Millionen potentielle Umweltverschmutzer sondern 1.300 Millionen. Das S-Box Asien Umwelt Performance Index Zertifikat (WKN DB1UMW) der Deutschen Bank könnte deshalb für Sie eine ausgezeichnete Investition sein, um langfristig von dem potenziellen Mega-Boom profitieren zu können. Claudius Strehlau

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