Positive Fundamentals + Fonds short = Guter Trade
Veröffentlicht: 03.08.2006 um 18:14 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)
Gold bald wieder bei 700? Gold Fields steigert Gewinn! Nikkei im Bann der Notenbank! EZB erhöht Leitzins! BOE mit Überraschung! Weizen gehört auf die Watchlist!
Dezember Kaffee kann trotz des gestrigen starken Anstiegs um über fünf Cents weiter zulegen und notiert momentan mit 2,85 Cents bei 110,60. Engpässe an den vietnamesischen Kassamärkten, die auch während der kommenden Wochen nicht gelöst werden dürften da die neue Ernte erst ab Oktober beginnt, führten zu einem Anstieg der braunen Bohnen. Außerdem sind einige Händler über die derzeitige Trockenheit in Brasilien besorgt. Obwohl diese der derzeit laufenden Ernte hilft, ist sie für die Ernte der nächsten Saison nicht sonderlich förderlich. Ausgelöst wurde die Kaufwut vor allem durch das Shortcovering der Fonds welche mit 7751 Kontrakten auf der netto Shortseite positioniert sind und damit die größte Shortposition seit September 2004 besitzen.
Der Weizenkomplex bestehend aus Chicago, Kansas und Minneapolis Weizen zeigt sich aktuell freundlich und kann mit Zugewinnen zwischen 150$ und 262,50$ aufwarten. Ausschlaggebend sind hierfür vor allem Befürchtungen über Produktionsausfälle in einigen wichtigen Ländern. In Deutschland rechnet man damit, dass die Ernte um bis zu 2,7 Millionen auf 21 Millionen Tonnen fallen könnte. Als Begründung wird die enorme Hitze genannt, die während der letzten Wochen über der Bundesrepublik verweilte. Aber auch in Australien rechnet man aufgrund der hohen Temperaturen mit Ausfällen in Höhe von 3,1 Millionen Tonnen. Allerdings wies der zuständige Sprecher daraufhin, dass bei guten Bedingungen ein Teil der Ernte während der nächsten Wochen noch gerettet werden könnte.
Saisonal gesehen haben Kansas und Minneapolis Weizen (die Dezember Futures!) das schlimmste überstanden. Sowohl die lang-, mittel- und kurzfristigen Zeitebenen weisen auf eine Bodenbildung zu Beginn diesen Monats hin. Außerdem ist bei beiden Sorten der PercentR im Wochenchart wieder auf einem Niveau angekommen das während der letzten Monate immer wieder erfolgreich eine Bodenbildung prognostiziert hat. Trotzdem hat etwas warten noch keinem geschadet und ich würde den Markt auf die Watchlist setzen.
Tokyo
Die Gold-Notierungen sollten im Laufe der zweiten Jahreshälfte wieder über 700 Dollar je Unze steigen. Dieser Meinung ist das japanische Finanzhaus Taiheiyo Bussan. Im Mai hatte das Edelmetall mit 730,40 Dollar das höchste Niveau seit 26 Jahren erreicht. Derzeit notiert der maßgebliche Kontrakt bei rund 650 Dollar je Unze.
Wie der für Edelmetalle zuständige Marktstratege des Hauses darlegte, gebe es zahlreiche Faktoren, die die Notierungen wieder beleben sollten. In erster Linie seien hier die internationalen Spannungen und die steigenden Energiekosten zu nennen. So werde sich der Konflikt um das iranische Atomforschungsprogramm noch einmal zuspitzen. Daneben sei die Welt mit dem Krieg im Libanon konfrontiert, der jederzeit eskalieren könne. Auch in diesem Zusammenhang habe es von Seiten des Irans neue Drohungen an den Westen gegeben.
Auch aus charttechnischer Sicht sei der Weg zu einem Niveau oberhalb von 700 Dollar frei. Ein höheres Niveau, etwa bei über 800 oder 1000 Dollar, sei derzeit aber nur schwer vorstellbar. Hierzu müsse ein entsprechendes Krisenszenario vorhanden sein; etwa ein Anstieg der Rohölpreise auf über 100 Dollar. Auch sollte Gold nicht unter die Widerstandlinie bei 600 Dollar fallen.
Johannesburg
Die GoldFields Ltd. gab heute bekannt, dass das Unternehmen seinen Nettogewinn im zweiten Quartal auf 83,8 Mio. USD steigern konnte. Im Vorjahreszeitraum fuhr das Unternehmen einen Nettogewinn von 28,2 Mio. USD ein.
Der Umsatz je Anteil lag somit bei 0,17 US Cents.
Der Gesamtumsatz imzweiten Quartal lag bei 682,7 Mio. USD, im Vorjahr lag dieser bei 492,4 Mio. USD.
Für Gold Fields ist mit dem zweiten Quartal das Geschäftsjahr 2005/2006 beendet. Der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr lag bei 2,82 Mrd. USD.
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