Postbank-Tarifkonflikt: Verdi ruft zu Urabstimmung bis 3. Juli auf
17.06.2026 - 10:33:01 | boerse-global.de
000 Postbank-Beschäftigten für gescheitert erklärt. Nach der dritten Gesprächsrunde mit der Deutschen Bank ohne Angebot der Arbeitgeberseite leitet die Arbeitnehmervertretung die nächste Eskalationsstufe ein.
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Urabstimmung bis Anfang Juli
Verdi hat eine Urabstimmung über unbefristete Streiks angekündigt. Die Abstimmung unter den Gewerkschaftsmitgliedern läuft vom 17. Juni bis zum 3. Juli 2026. Für unbefristete Streikmaßnahmen ist eine Zustimmung von mindestens 75 Prozent der Stimmberechtigten nötig.
Die Gewerkschaft reagiert damit auf die Haltung der Deutschen Bank. In der dritten Verhandlungsrunde hatte der Konzern keinen Vorschlag vorgelegt. Die Vorbereitungen für den Arbeitskampf laufen bereits. Im Falle eines positiven Votums will Verdi den Druck auf das Unternehmen massiv erhöhen.
Acht Prozent mehr Gehalt gefordert
Verdi fordert eine Gehaltssteigerung von acht Prozent. Eine soziale Komponente soll durch einen Mindestbetrag von 300 Euro pro Monat sichergestellt werden. Für Auszubildende verlangt die Gewerkschaft eine Erhöhung der Vergütung um 200 Euro.
Über die monetären Forderungen hinaus geht es um Beschäftigungs- und Standortsicherung. Ein zentraler Punkt ist zudem der Anspruch auf Qualifizierung und Weiterbildung. Besonders im Zusammenhang mit der Einführung von Künstlicher Intelligenz im Konzern sehen die Arbeitnehmervertreter Handlungsbedarf.
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Nächste Verhandlungsrunde Ende Juni
Trotz der Eskalation ist die Kommunikation zwischen den Tarifparteien nicht abgebrochen. Eine vierte Verhandlungsrunde ist für den 30. Juni 2026 in Berlin terminiert.
Ob dieser Termin zu einer Annäherung führt, hängt laut Gewerkschaftskreisen davon ab, ob die Arbeitgeberseite ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegt. Die parallel laufende Urabstimmung dient als Absicherung für den Fall, dass auch das nächste Treffen in der Bundeshauptstadt keine Fortschritte bringt.
