PrĂŒfer sehen Schwachstellen bei Finanzen von EU-Agenturen
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 17:31 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie PrĂŒfer sahen ihrem Bericht zufolge bei 28 der insgesamt 43 Agenturen wie Frontex oder der Arzneimittel-Agentur EMA einen Verbesserungsbedarf. "Deshalb brauchen wir unbedingt strenge Kontrollen, um das Geld der Steuerzahler in der EU zu schĂŒtzen", teilte Petri Sarvamaa vom EU-Rechnungshof in Luxemburg mit. Insgesamt hĂ€tten die Agenturen ihre Finanzen ĂŒberwiegend gut verwaltet.
Ăffentliche AuftrĂ€ge bleiben Problem
Wie schon in frĂŒheren Jahren waren öffentliche Ausschreibungen laut Rechnungshof die gröĂte Fehlerquelle. Dabei ging es sowohl um die Vergabeverfahren selbst als auch um die Abwicklung von AuftrĂ€gen. Weitere Beanstandungen betrafen unter anderem Finanzhilfen und Personalfragen.
42 der 43 Agenturen bescheinigte der Rechnungshof eine zuverlĂ€ssige RechnungsfĂŒhrung. Einzige Ausnahme war das EuropĂ€ische Innovations- und Technologieinstitut (EIT), das unter anderem die Zusammenarbeit von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen fördert. Aus Sicht der PrĂŒfer hĂ€tte das EIT in seiner Jahresrechnung etwa stĂ€rker berĂŒcksichtigen mĂŒssen, dass es Forderungen in Millionenhöhe möglicherweise nicht vollstĂ€ndig zurĂŒckbekommt.
Budget wÀchst auf 5,9 Milliarden Euro
Die 43 Agenturen haben ihren Sitz in 23 EU-Staaten und beschĂ€ftigten Ende 2025 mehr als 17.000 Menschen. Sie ĂŒbernehmen technische, wissenschaftliche, regulatorische oder operative Aufgaben - etwa beim Grenzschutz, bei Arzneimitteln oder der Lebensmittelsicherheit.
Ihre Haushalte beliefen sich 2025 insgesamt auf 5,9 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es 5,3 Milliarden Euro. Damit entfielen in beiden Jahren rund vier Prozent des gesamten EU-Haushalts auf die Agenturen.
