Psychische Erkrankungen: 17,4% aller Fehltage durch Burnout
16.06.2026 - 10:33:08 | boerse-global.de
Aktuelle Tests, Produktneuheiten und Fachkongresse zeigen: Sitzen ist längst mehr als nur eine Alltagshandlung.
Neuer Testsieger: Der Vivadapt von hjh OFFICE
Mitte Juni 2026 veröffentlichte die Fachpresse einen Testbericht zum Modell Vivadapt. Der Bürostuhl erhielt die Gesamtnote Gut (2,0) und punktete vor allem mit seinem Preis-Leistungs-Verhältnis. Zu den Ausstattungsmerkmalen gehören eine verstellbare Lordosenstütze, 3D-Armlehnen und eine Sitztiefenverstellung. Die Belastbarkeit liegt bei bis zu 120 Kilogramm.
Anzeige: Die DAK-Zahlen sind alarmierend: 17,4% aller Fehltage gehen auf psychische Erkrankungen zurück. Wer jetzt nicht gegensteuert, verliert nicht nur Produktivität, sondern auch Fachkräfte. Dieser Report liefert Ihnen eine konkrete Checkliste für ergonomische Arbeitsplätze und ein Frühwarnsystem. Jetzt Report anfordern
Allerdings gibt es Einschränkungen: Die Verstellbarkeit der Rückenlehne und die Eignung für kleinere Personen wurden kritisiert.
EMOOR bringt den Lesesessel „akari“
Parallel zur Testveröffentlichung brachte der Anbieter EMOOR am 15. Juni seinen neuen Lesesessel auf den Markt. Das Modell „akari“ setzt auf ein 3-Punkt-Unterstützungssystem und einen Taschenfederkern. Ziel ist die gezielte Entlastung von Nacken- und Lendenwirbelbereich.
Auch die Relaxmöbel rüsten technisch auf: Die Kollektion Samira Lazyline von LIVA kommt mit einer Drei-Motoren-Steuerung, Aufstehhilfe und einer sogenannten Herz-Waage-Position. Diese soll den Kreislauf besonders entlasten.
Philosophische Perspektive: Sitzen als demokratisiertes Thronen
Doch nicht nur die Industrie beschäftigt sich mit dem Sitzen. In der ORF-Sendung „Science Arena“ beleuchtete der Philosoph Hajo Eickhoff die kulturelle Entwicklung der Körperhaltung. Er bezeichnete Sitzen als demokratisierte Form des Thronens – eine Abgrenzung zur Ruheposition des Liegens oder der Aktivität des Stehens.
Eickhoff selbst verzichtet in seinem persönlichen Umfeld konsequent auf Bestuhlung. Er plädiert für eine bewusstere Wahrnehmung des Sitzens, das im Alltag oft unhinterfragt eingenommen werde.
Nachhaltigkeit: Sedus setzt auf Kreislaufwirtschaft
Ein zentrales Branchenthema bleibt die ökologische Transformation. Der Hersteller Sedus veröffentlichte Mitte Juni Details zu seinem „Green Office“-Konzept. Das Unternehmen folgt einem eigenen Kodex, der auf Kreislaufwirtschaft, langlebige modulare Systeme und recycelbare Materialien setzt.
Dieser Trend zur Professionalisierung zeigt sich auch in Großprojekten. Die Büroeinrichtung Stock aus Wuppertal bereitet derzeit die Möblierung eines Callcenters in Bochum vor. Der erste Bauabschnitt soll im August fertiggestellt werden. Das Projekt umfasst bis zu 120 elektrisch höhenverstellbare Tische, ergonomische Bürostühle und Akustiklösungen.
SBB: Aus alten Zügen werden neue Möbel
Ein besonderes Beispiel für zirkuläre Wirtschaft liefert die Schweizerische Bundesbahn (SBB). Ende Juni veräußert das Unternehmen in Trimbach ausgemusterte Sitze der ersten Klasse aus den 1980er-Jahren zur privaten Weiternutzung. Auch andere Komponenten finden ein zweites Leben: Zugfenster werden als Fassadenelemente in Neubauten wiederverwendet, aus alten Deckenleuchten entstehen Stehlampen.
Anzeige: Erschöpfungszustände werden oft erst im Urlaub bemerkt – dann ist es meist zu spät. Mit den richtigen Präventionsmaßnahmen senken Sie psychische Fehltage nachhaltig. Der Report zeigt Ihnen fünf sofort umsetzbare Schritte und eine Risiko-Checkliste. Präventions-Report jetzt sichern
Gesundheit: Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch
Die Bedeutung ergonomischer Gestaltung untermauern aktuelle Gesundheitsdaten. Laut DAK-Psychreport entfielen im vergangenen Jahr 17,4 Prozent aller Fehltage auf psychische Erkrankungen. Expertin Stefanie Schnier weist darauf hin, dass Erschöpfungszustände oft erst in Ruhephasen wie dem Urlaub offensichtlich werden.
Der Ergotherapie-Kongress 2026 in Bielefeld zog rund 2.200 Fachbesucher an. Unter dem Motto „Betätigung zählt“ diskutierten Experten neue Ansätze in der Gesundheitsvorsorge. Im Fokus stand das preisgekrönte „CurriculumKit“. Die Verknüpfung von Ergonomie am Arbeitsplatz mit präventiven Maßnahmen gewinnt angesichts der Belastungen in sozialen und helfenden Berufen zunehmend an Bedeutung.
