Psychische Erkrankungen: Führen mit 184 Fehltagen pro 100 Versicherte
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 14:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Samsung, Garmin und ein ETH-Spin-off bringen neue Geräte auf den Markt. Gleichzeitig rücken einfache Fitnesstests in den Fokus – und die Debatte um Gesundheit am Arbeitsplatz wird neu entfacht.
Neue Wearables mit KI-Fokus
Samsung hat am 22. Juli die Galaxy Watch Ultra 2 und die Watch 9 vorgestellt. Beide Modelle setzen verstärkt auf künstliche Intelligenz zur Gesundheitsanalyse – etwa zur Erkennung von Schlafapnoe oder zur Auswertung von Herzdaten. Die Ultra-Variante ist für den Outdoor-Einsatz gedacht, mit 800-mAh-Akku und hoher Displayhelligkeit. Die Watch 9 zielt auf den breiteren Markt ab. Verkaufsstart ist der 7. August 2026.
Garmin erweitert sein Portfolio um den Fitnesstracker Cirqa – ganz ohne Display. Das Gerät erfasst Herzfrequenzvariabilität, Stressniveau und Schlaf-Score. Ab dem 24. Juli ist es verfügbar. Besonders: Es kommt ohne Abonnementmodell aus. Ein direkter Wettbewerb zu bestehenden displaylosen Systemen.
Atemanalyse statt Bluttest
Ein Spin-off der ETH Zürich verfolgt einen neuen Ansatz. Das Unternehmen vermarktet unter dem Namen Nutrion ein tragbares Gerät, das die Fettverbrennung über die Aceton-Konzentration in der Ausatemluft misst. Eine Studie in der Fachzeitschrift Device belegte eine hohe Übereinstimmung mit klinischen Massenspektrometern. Ergebnisse liegen nach etwa 90 Sekunden vor. Die Konzentration steigt nach sportlicher Belastung oder fettreicher Nahrung signifikant an.
Der Dead Hang-Test: Was sagt er aus?
Neben der Technik rücken einfache Belastungstests in den Fokus. Der sogenannte Dead Hang-Test – freies Hängen an einer Stange – liefert Richtwerte für verschiedene Altersgruppen. Bei Erwachsenen zwischen 20 und 50 Jahren gilt eine Dauer von über 60 Sekunden als trainiert. Für Personen über 50 Jahre gelten bereits 45 Sekunden als überdurchschnittlich.
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Die Ergebnisse passen zu Erkenntnissen der NAKO-Gesundheitsstudie. Demnach erreicht die Handgreifkraft bei Männern mit 38 Jahren und bei Frauen mit 39 Jahren ihren Höchstwert – danach nimmt sie kontinuierlich ab. Auch der Liegestütz-Test wurde im Juli 2026 als Indikator für allgemeine Fitness und berufliche Belastbarkeit hervorgehoben.
Krankmeldung und Reformpläne
Die körperliche Leistungsfähigkeit spielt auch vor dem Hintergrund aktueller arbeitsrechtlicher Entwicklungen eine Rolle. Anfang Juli stellten die Koalitionspartner ein Reformpaket vor. Es sieht unter anderem die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und eine mögliche Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag vor.
Aktuelle Daten der DAK-Gesundheit für das erste Halbjahr 2026 zeigen eine Verschiebung im Krankheitsgeschehen. Der allgemeine Krankenstand sank leicht auf 5,3 Prozent. Psychische Erkrankungen entwickelten sich mit 184 Fehltagen pro 100 Versicherten zur Hauptursache für Arbeitsunfähigkeit – ein Anstieg von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Atemwegserkrankungen gingen dagegen deutlich zurück.
Kleine Maßnahmen, große Wirkung
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Forschende des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) wiesen darauf hin, dass die WHO-Empfehlungen zur Muskelkräftigung auch bei geringem Zeitbudget im Alltag umsetzbar sind. Strategien dazu wurden in der Fachzeitschrift Frontiers in Public Health veröffentlicht.
Und noch ein ungewöhnlicher Tipp: Eine Studie in Frontiers in Physiology deutet darauf hin, dass bereits bestimmte Geruchsreize die Leistung beeinflussen können. Der Duft dunkler Schokolade soll die Anzahl der Wiederholungen bei Kraftübungen steigern.
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