Psychische, Erkrankungen

Psychische Erkrankungen: Neue Ursache Nummer eins fĂŒr Fehlzeiten

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 17:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Krankenstand sinkt leicht, doch psychische Erkrankungen steigen um neun Prozent und verdrÀngen Atemwegsinfekte als hÀufigste Fehlzeit-Ursache.

DAK-Report: Psychische Leiden als Hauptgrund fĂŒr Krankschreibungen
Moderner, ergonomischer Arbeitsplatz mit höhenverstellbarem Schreibtisch in einem hellen BĂŒro. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Das zeigt eine aktuelle Auswertung der DAK-Gesundheit fĂŒr das erste Halbjahr 2026.

Der Krankenstand fiel von 5,4 auf 5,3 Prozent. Die durchschnittliche Krankschreibung dauerte 9,6 Tage. Doch hinter diesen Zahlen steckt ein alarmierender Trend: Psychische Erkrankungen legten um neun Prozent zu und lösten Atemwegserkrankungen als hĂ€ufigste Ursache fĂŒr Fehlzeiten ab. Auf 100 Versicherte kommen nun 184 Fehltage wegen psychischer Probleme.

Bewegung als SchlĂŒssel zur PrĂ€vention

Ein Hauptgrund fĂŒr die Entwicklung ist der Bewegungsmangel am Arbeitsplatz. Laut DKV-Report sitzen BerufstĂ€tige in Deutschland durchschnittlich neun Stunden pro Tag. Das hat Folgen: Forscher der UniversitĂ€t Glasgow fanden bei ĂŒber 90.000 Teilnehmern heraus, dass langes Sitzen das Krebsrisiko deutlich erhöht.

Die gute Nachricht: Schon kleine VerÀnderungen helfen. Experten empfehlen, alle 30 bis 60 Minuten die Position zu wechseln. Telefonate im Gehen oder Treppen statt Aufzug lassen sich leicht in den Alltag integrieren.

Weniger Schritte reichen aus

Die oft zitierte 10.000-Schritte-Marke ist ĂŒberholt. Das British Journal of Sports Medicine zeigte bereits 2024: Schon 2.200 Schritte tĂ€glich senken das Risiko fĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine Metaanalyse aus 2025 sowie Lancet-Daten beziffern 7.000 Schritte als Schwellenwert gegen Demenz, Krebs und Diabetes.

Besonders spannend: Eine im Juli 2026 in Nature Medicine veröffentlichte Studie zur Alzheimer-PrÀvention fand positive Effekte bereits bei 3.000 Schritten pro Tag.

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PrÀvention lohnt sich wirtschaftlich

Die WHO betont in ihren Leitlinien vom Juli 2026: Rund 45 Prozent aller DemenzfĂ€lle wĂ€ren durch einen angepassten Lebensstil vermeidbar. Angesichts weltweit steigender Fallzahlen und Kosten von ĂŒber einer Billion Euro rĂŒckt die PrĂ€vention in den Fokus der Unternehmen.

FĂŒr Menschen ab 40 Jahren empfehlen Experten zusĂ€tzlich zur Ausdauerbewegung wöchentlich 40 bis 60 Minuten Krafttraining. Das beugt Gebrechlichkeit und kognitivem Abbau vor.

Dass solche Initiativen wirken, zeigt ein Wettbewerb im Kreis Euskirchen. Von Mai bis September 2026 beteiligen sich ĂŒber 50 Unternehmen mit 1.500 Mitarbeitern. Per App werden Bewegungszeiten erfasst – Kosten pro Mitarbeiter: rund 36 Euro. Ziel ist die WHO-Empfehlung von mindestens 2,5 Stunden moderater Bewegung pro Woche.

Die innere Uhr im Blick

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Ihre Mitarbeiter sitzen durchschnittlich 9 Stunden pro Tag – das erhöht Krebsrisiko und psychische Belastung. Schon 2.200 Schritte tĂ€glich senken das Herz-Kreislauf-Risiko. Unser Report liefert die konkrete Umsetzung fĂŒr Ihr BGM. Bewegungs-Checkliste fĂŒr Unternehmen sichern

Neben Bewegung rĂŒckt die Chronobiologie in den Fokus. Starre Kernarbeitszeiten zwischen 9 und 17 Uhr widersprechen hĂ€ufig dem individuellen biologischen Rhythmus. Wer die innere Uhr stĂ€rker berĂŒcksichtigt, kann laut Experten ProduktivitĂ€t steigern und psychische Belastung senken.

WĂ€hrend die Politik ĂŒber eine verschĂ€rfte Attestpflicht ab dem ersten Tag oder die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung diskutiert, zeigen die Gesundheitsdaten: Der SchlĂŒssel liegt in der PrĂ€vention – vor allem bei psychischen und bewegungsmangelbedingten Erkrankungen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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