Puma, Anta Sports

Puma: Anta-Manager übernimmt Vorsitz im Aufsichtsrat

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 12:02 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Anta Sports baut seinen Einfluss bei Puma nach dem Erwerb eines Aktienpakets von 29,06 Prozent weiter aus. Der neue Aufsichtsratschef steht vor der Aufgabe, den Sportartikelhersteller durch eine wirtschaftlich schwierige Phase zu begleiten.

Pumas Aufsichtsrat bis Mai 2027

  • Dennis Tao übernimmt nach einer außerordentlichen Sitzung den Vorsitz des Kontrollgremiums.
  • Jeanne Huang zieht neu in den Aufsichtsrat ein und ersetzt Jean-Marc Duplaix als Stellvertreter.
  • Die Personalien gelten bis zur Hauptversammlung des Sportartikelherstellers im Mai 2027.
Der größte Aktionär des Sportartikelunternehmens Puma kommt jetzt aus China. (Archivbild) - Bild: Daniel Löb/dpa

Anta Sports übernimmt Führung im Puma-Aufsichtsrat

Der chinesische Sportartikelkonzern Anta Sports stellt nach dem Erwerb eines großen Aktienpakets den Vorsitz im Aufsichtsrat von Puma. Anta-Manager Dennis Tao übernimmt das Amt von Héloïse Temple-Boyer, während Jeanne Huang neu in das Kontrollgremium einzieht.

Neue Besetzung gilt bis 2027

Der 50 Jahre alte Tao wurde nach einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung zum Vorsitzenden bestimmt, wie Puma mitteilte. Huang, 56, folgt als Mitglied auf den bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Jean-Marc Duplaix.

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Puma kämpft mit Verlusten

Der neue Vorsitz fällt in eine wirtschaftlich schwierige Phase. Puma rutschte zuletzt in die Verlustzone und verzeichnete Umsatzeinbußen; 2025 erzielte das Unternehmen noch 7,3 Milliarden Euro und schrieb einen Rekordverlust.

Anta setzt auf internationale Marken

Anta ist seit Jahren auf Wachstumskurs und hat unter anderem Wilson, Arc’teryx und Atomic übernommen. Puma erhofft sich von der Verbindung bessere Kenntnisse des chinesischen Sportartikelmarkts, der als besonders groß und wachstumsstark gilt.

Die gerichtlichen Bestellungen von Tao und Huang gelten bis zur Hauptversammlung im Mai 2027. Puma will am 30. Oktober die Zahlen für die ersten neun Monate des Jahres veröffentlichen.

Die Personalentscheidung markiert den nächsten Schritt nach dem Einstieg von Anta Sports bei Puma. Mit 29,06 Prozent ist der chinesische Konzern größter Anteilseigner des fränkischen Sportartikelherstellers und erhält nun über den Aufsichtsratsvorsitz einen direkten Einfluss auf die Kontrolle des Unternehmens.

Der Wechsel fällt in eine schwierige Phase für Puma. Der Konzern verlor zuletzt Umsatz, rutschte in die Verlustzone und erzielte 2025 nur noch 7,3 Milliarden Euro. Damit steht die neue Aufsichtsratsführung vor der Aufgabe, die operative Erholung zu begleiten und zugleich die strategischen Erwartungen des Großaktionärs mit den Interessen der übrigen Anteilseigner auszubalancieren.

Chinas Markt im Mittelpunkt

Anta bringt Erfahrung mit internationalen Marken und dem chinesischen Sportartikelgeschäft ein. Der Konzern hat sein Portfolio in den vergangenen Jahren unter anderem mit Wilson, Arc’teryx und Atomic ausgebaut. Für Puma könnte der Zugang zu Antas Vertriebs- und Marktkenntnissen helfen, im chinesischen Markt wieder stärker Fuß zu fassen.

Eine kurzfristige Trendwende ist damit nicht automatisch verbunden. Entscheidend werden die nächsten Geschäftszahlen und die Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität sein. Puma will am 30. Oktober die Ergebnisse für die ersten neun Monate vorlegen. Die gerichtlichen Bestellungen von Dennis Tao und Jeanne Huang gelten zunächst bis zur Hauptversammlung im Mai 2027.

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