Randale in Barcelona: Rund 100 Festnahmen bei Protesten
Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 07:50 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie jungen Leute hĂ€tten StraĂenmobiliar, FahrrĂ€der und MotorrĂ€der beschĂ€digt, GeschĂ€fte geplĂŒndert und MĂŒllcontainer angezĂŒndet, berichteten unter anderem die spanische Tageszeitung "El PaĂs" und der katalanische Fernsehsender BetevĂ©.
Die katalanische Polizei und die stÀdtische Polizei in der Hauptstadt Kataloniens nahmen demnach rund 100 Demonstranten fest. Bei etwa einem Viertel der Festgenommen habe es sich um MinderjÀhrige gehandelt. Mehr als 220 Beamte waren den Angaben zufolge im Einsatz, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Jugendliche folgten Aufruf in sozialen Medien
Laut Berichten waren die Jugendlichen einem Aufruf ĂŒber soziale Medien zu einer unangekĂŒndigten Demonstration im Stadtzentrum gefolgt. Die Ausschreitungen hĂ€tten gegen 18.00 Uhr begonnen und dauerten in der Nacht zunĂ€chst noch an. Das genaue Ziel der Proteste war demnach unklar.
Der MinisterprĂ€sident der wohlhabenden Region im Nordosten Spaniens, Salvador llla verurteilte die Gewalttaten: "Gewalt hat in Katalonien keinen Platz. Niemals. Protestieren ist ein demokratisches Recht. Angriffe, EinschĂŒchterungen und SachbeschĂ€digung hingegen nicht", sagte er laut "El PaĂs".
BĂŒrgermeister: "Grundlose Gewalt und Vandalismus"
Der BĂŒrgermeister von Barcelona, Jaume Collboni, sagte demnach auf einer Pressekonferenz am spĂ€ten Abend: "Wir werden nicht zulassen, dass das Geschehene ungestraft bleibt." Es werde Konsequenzen geben, sowohl fĂŒr erwachsene Teilnehmer an den Gewaltakten wie auch fĂŒr diejenigen, die fĂŒr die MinderjĂ€hrigen verantwortlich seien. "Wir werden nicht zulassen, dass die Stadt verwĂŒstet wird." Collboni sprach von "grundloser Gewalt und Vandalismus".
Auch in französischen und italienischen StĂ€dten war es am Samstag erneut zu Protesten mit gewaltsamen ZwischenfĂ€llen und ZusammenstöĂen mit der Polizei gekommen. Die Forderungen der Teilnehmenden waren vielfĂ€ltig. Demonstrierende beklagten unter anderem hohe Lebenshaltungskosten.
