Reha-Zentrum, Aflenz

Reha-Zentrum Aflenz: Betriebsrat fordert Zukunftsplan für 130 Beschäftigte

Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 02:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die PVA sucht einen Betreiber, während Landesregierung, Gemeinden und Belegschaft über den langfristigen Erhalt des Standorts beraten.
Modernes Reha-Zentrum in einer ruhigen Berglandschaft der Steiermark bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt.

In der Steiermark wächst der Druck auf die Landespolitik bezüglich des Reha-Zentrums Aflenz. Mit einem überparteilichen offenen Brief wenden sich die Arbeitnehmervertretung der Einrichtung sowie die Ortschefs der umliegenden Gemeinden an die steirische Landesregierung. Sie verlangen zeitnah verbindliche Gespräche und konkrete Konzepte, um den Fortbestand des Standorts sowie die dortigen Arbeitsplätze langfristig abzusichern.

Überparteilicher Vorstoß an die Landesregierung

Die Initiative geht vom Betriebsrat des Reha-Zentrums aus, angeführt von den Vorsitzenden Eva Hirschmanner und Michael Horwath. Unterstützung erhalten sie von den Bürgermeistern Hubert Lenger aus Aflenz, Christian Polaschek aus Thörl und Stefan Hofer aus Turnau. Die offenen Briefe richten sich direkt an Landeshauptmann Mario Kunasek und Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl.

Die Kommunalpolitiker und die Personalvertreter mahnen eine klare Interessenbekundung sowie konkrete Schritte vonseiten des Landes ein. Rückhalt kommt zudem von SPÖ-Landeschef Max Lercher, der das überparteiliche Vorgehen als bedeutendes Zeichen für die gesamte Region der Obersteiermark bezeichnete.

Betreibersuche und Verhandlungen zur Übergangspflege

Hintergrund des Vorstoßes ist die anhaltende Ungewissheit über die künftige Ausrichtung des Hauses. Das Reha-Zentrum Aflenz zählt aktuell 130 Beschäftigte, eine tragfähige Lösung steht jedoch weiterhin aus. Für den Standortbetreiber, die Pensionsversicherungsanstalt (PVA), steht derweil der Ausbau ihres Standorts in St. Radegund im Fokus.

Anzeige

Solange die Betreibersuche für das Reha-Zentrum Aflenz läuft, hängt die Zukunft von 130 Beschäftigten an offenen Verhandlungen — und das Land tritt bislang zurückhaltend auf. Wer nicht abwarten will, bis vollendete Tatsachen geschaffen sind, braucht klare Rechte und einen Plan für die eigene Interessenvertretung. Jetzt kostenlosen Leitfaden zum Betriebsübergang sichern

Für die Einrichtung in Aflenz sucht die PVA offiziell nach einem neuen Betreiber. Diskutiert werden dabei ein verändertes Konzept mit zusätzlichen Betten sowie verschiedene Betriebsmodelle, die von einer vollständigen Übergabe bis hin zu einer Juniorpartnerschaft reichen.

Parallel dazu verhandeln die Pensionsversicherungsanstalt und das Land Steiermark über ein Angebot zur Übergangspflege. Laut einer Aussendung der SPÖ habe die PVA signalisiert, eine Kooperation mit dem Land – etwa im Rahmen von Übergangspflegebetten – als bevorzugte Option zu betrachten.

Das Land Steiermark zeigt sich an entsprechenden Lösungen zwar interessiert, tritt bisher jedoch zurückhaltend auf und kommt voraussichtlich nicht als Hauptbetreiber infrage; eine Partnerschaft gilt dennoch weiterhin als möglich.

Ungewissheit belastet Belegschaft nach vorangegangenen Protesten

Für die 130 Beschäftigten bedeutet das Fehlen einer Einigung eine anhaltende Hängepartie. Die Belegschaft setzt sich bereits seit Längerem aktiv für ihre Arbeitsplätze ein: Im Frühjahr hatten die Angestellten des Reha-Zentrums Aflenz bereits öffentlich für den dauerhaften Erhalt des Standorts demonstriert.

Anzeige

Betriebsrat und Gemeindevertreter haben mit einem überparteilichen offenen Brief bereits Druck auf die Landesregierung gemacht — doch eine Zukunftsgarantie für die Beschäftigten steht weiter aus. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie als Personalvertretung Gespräche erzwingen und Forderungen schriftlich auf den Punkt bringen. Musterbrief und Leitfaden jetzt abrufen

Mit dem aktuellen Vorstoß verlangen Betriebsrat und Gemeindevertreter nun eine rasche Klärung der offenen Betreiber- und Finanzierungsfragen, um Klarheit für die Beschäftigten und die regionale Gesundheitsversorgung zu schaffen.

Disclaimer...
de | wirtschaft | 70407147 |