Renten, Millionen

Renten: 21 Millionen erhalten 4,24 Prozent mehr ab Juli

15.06.2026 - 06:12:12 | boerse-global.de

Zahlreiche Gesetzesänderungen treten zum 1. Juli in Kraft. Rentner erhalten 4,24 Prozent mehr, Flugtickets werden günstiger und das Bürgergeld heißt umbenannt.

Rentenplus, günstigere Flüge und neuer Name für Bürgergeld ab Juli
Renten - Hände halten Euro-Banknoten, im Hintergrund Taschenrechner und Kalenderblatt mit 'Juli 2026', symbolisiert finanzielle Änderungen. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Zum 1. Juli treten zahlreiche Neuregelungen in Kraft.

Die größte Änderung betrifft rund 21 Millionen Rentner. Ihre Bezüge steigen um 4,24 Prozent. Aus 1.000 Euro Rente werden so 1.042,40 Euro. Der aktuelle Rentenwert liegt dann bei 42,52 Euro, das Sicherungsniveau bleibt stabil bei 48 Prozent.

Wann fließt das Geld?

Der Auszahlungstermin hängt vom Rentenbeginn ab. Wer vor April 2004 in Rente ging, bekommt die erhöhte Summe bereits vorschüssig am 30. Juni. Alle anderen erhalten das Geld nachschüssig am 31. Juli.

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Steuerlich müssen Neurentner des Jahres 2026 mit 84 Prozent ihrer Bezüge rechnen. Der Grundfreibetrag liegt für Ledige bei 12.348 Euro, für Verheiratete bei 24.696 Euro. Die tatsächliche Durchschnittsrente beträgt rund 1.100 Euro – Frauen liegen mit 981 Euro deutlich unter Männern mit 1.330 Euro. Die theoretische Höchstrente von 3.589,52 Euro erreicht nur eine verschwindend geringe Gruppe von 0,1 Prozent der Bezieher.

Steuererklärung wird digitaler

Die App „MeinElster+“ soll rund 11,5 Millionen ledigen und kinderlosen Arbeitnehmern sowie Rentnern die Steuererklärung erleichtern. Die Abgabefrist für das Steuerjahr 2025 endet am 31. Juli 2026 – wer einen Steuerberater beauftragt, hat bis zum 30. April 2027 Zeit.

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Fliegen wird günstiger

Reisende können sich freuen: Die Ticketsteuer sinkt. Auf Kurzstrecken fallen künftig 13,03 Euro statt 15,53 Euro an. Mittelstreckenflüge kosten 33,01 Euro statt 39,34 Euro, Langstreckenflüge 59,43 Euro statt 70,83 Euro.

Neue Regeln für Online-Shopping

Wer Waren aus Nicht-EU-Staaten bestellt, muss ab Juli mit einer neuen Gebührenstruktur rechnen. Für Artikel unter 150 Euro Wert wird eine pauschale Zollgebühr von 3 Euro pro Warenkategorie fällig.

Bürgergeld wird umbenannt

Das Bürgergeld heißt künftig Grundsicherungsgeld. Damit verbunden ist der Wegfall der bisherigen Karenzzeit für Vermögen. In der Pflegebranche steigt der Mindestlohn für Hilfskräfte auf 16,52 Euro pro Stunde.

Kölner Dom wird kostenpflichtig

Der Kölner Dom erhebt ab Juli einen Eintrittspreis von 12 Euro. Gottesdienste bleiben kostenfrei. Im Bereich des Wildtiermanagements wird der Abschuss von Wölfen erleichtert – die Jagdzeit läuft vom 1. Juli bis zum 31. Oktober.

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