ROUNDUP, Hilfsaktion

Hilfsaktion fĂŒr Frontstadt in Ukraine lĂ€uft

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 07:05 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die StreitkrĂ€fte Russlands und der Ukraine lassen lokal begrenzt Waffen schweigen, um eine Hilfsaktion fĂŒr die Frontstadt Oleschky im russisch kontrollierten Teil des ukrainischen Gebiets Cherson zu ermöglichen.

Die russische Seite bestĂ€tigte in der Nacht, dass seit 3.00 Uhr (Ortszeit) und fĂŒr die Dauer einer humanitĂ€ren Operation eine Feuerpause rund um die seit Monaten abgeriegelte Ortschaft gelte.

WÀhrend der mehrtÀgigen Waffenruhe werden Lebensmittel und Medikamente an die notleidenden Bewohner geliefert. Geschaffen werden soll auch ein humanitÀrer Korridor, damit die Menschen die Region entweder in Richtung Russland oder Ukraine verlassen können. Auch der Generalstab in Kiew hatte dies zuvor bestÀtigt.

Noch Dutzende Kinder in Oleschky

Weil die an der Frontlinie gelegene Kleinstadt Oleschky vollstĂ€ndig vermint ist, setzten die ukrainischen StreitkrĂ€fte zeitweise Drohnen ein, um HilfsgĂŒter dorthin zu schaffen. Viele der unbemannten FluggerĂ€te wurden jedoch von russischen Truppen abgeschossen.

Nach der Vereinbarung sollen nun Minen gerÀumt werden, um einen sicheren Hilfskorridor zu schaffen. In Oleschky leben nach SchÀtzungen noch etwa 1.500 Menschen bis 2.000 Menschen, darunter Dutzende Kinder. Die Evakuierung soll erst in den kommenden Tagen beginnen.

First Lady Melania und Papst Leo XIV.

Die humanitĂ€re Feuerpause geht auf eine Initiative des Weißen Hauses zurĂŒck, wie es in Washington heißt. Nach Darstellung der Regierung von US-PrĂ€sident Donald Trump vermittelte First Lady Melania Trump die lokale Waffenruhe zwischen Moskau und Kiew. Auch Papst Leo XIV. hatte in einem Telefonat mit Kremlchef Wladimir Putin um Hilfe fĂŒr Oleschky gebeten.

Laut Kreml könnte eine womöglich erfolgreiche humanitĂ€re Operation in Oleschky auch als Vorbild fĂŒr andere Frontabschnitte dienen. Moskau und Kiew hatten sich in den vergangenen Monaten immer wieder gegenseitig beschuldigt, durch Beschuss der Stadt eine humanitĂ€re Katastrophe ausgelöst zu haben. Einschließlich umliegender Dörfer sollen bis zu 6.000 Menschen Not leiden. An anderen Frontabschnitten gingen die KĂ€mpfe weiter.

Der Generalstab in Kiew betonte, dass die vorĂŒbergehende Feuerpause ausschließlich fĂŒr die humanitĂ€re Operation gelte. "Wir rufen alle dazu auf, in diesem Zeitraum besonders umsichtig mit den Informationen umzugehen, die Sie erhalten und weitergeben", teilte die GeneralitĂ€t auf Telegram mit. "Vertrauen Sie keinen unbestĂ€tigten Meldungen, und verbreiten Sie keine GerĂŒchte ĂŒber Routen, Zeiten und Orte, an denen sich Menschen und humanitĂ€re Konvois bewegen."

Disclaimer...
de | wirtschaft | 70417636 |