Rubio: AuslÀndischer Akteur steckt hinter Vorfall bei US-MilitÀrbasis
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 10:22 Uhr | dpa, AD HOC NEWSNach der Festnahme von fĂŒnf MĂ€nnern unter Terrorverdacht nahe einer US-Luftwaffenbasis in GroĂbritannien spricht US-AuĂenminister Marco Rubio von der Beteiligung eines "auslĂ€ndischen Akteurs".
"Was am Wochenende im Vereinigten Königreich passiert ist, was beinahe passiert wĂ€re und was hĂ€tte passieren können, ist eine sehr ernste Angelegenheit", sagte Rubio im GesprĂ€ch mit dem US-Nachrichtensender Fox News. Er fĂŒgte hinzu: "Es handelt sich dabei ganz eindeutig um etwas, bei dem ein auslĂ€ndischer Akteur seine Finger im Spiel hat. Auf die Einzelheiten werde ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht nĂ€her eingehen", so der Republikaner weiter.
Die MĂ€nner waren in der Nacht zum Sonntag nahe des von der US-Luftwaffe genutzten britischen MilitĂ€rstĂŒtzpunkts RAF Fairford aufgegriffen worden. Sie werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdĂ€chtigt, ermittelt wird auch wegen des Verdachts auf VerstöĂe gegen das Sprengstoffgesetz. Britischen Medien zufolge soll sich das von den MĂ€nnern mitgefĂŒhrte verdĂ€chtige Material jedoch nicht als funktionsfĂ€higer Sprengstoff herausgestellt haben.
Britische Behörden zurĂŒckhaltend
Die britischen Behörden hielten sich bislang mit ĂuĂerungen zu den möglichen HintergrĂŒnden stark zurĂŒck und warnten vor voreiligen SchlĂŒssen. Britische Medien hatten zuvor ĂŒber eine Beteiligung des Irans spekuliert. Der LuftwaffenstĂŒtzpunkt diente den USA im laufenden Konflikt als Ausgangspunkt fĂŒr Angriff auf das Land.
Die iranische Botschaft in London wies die Spekulationen laut einer Stellungnahme entschieden zurĂŒck und verurteilt sie aufs SchĂ€rfste. Die MutmaĂungen dienten "keinem anderen Zweck, als die antiiranische Propaganda im Vereinigten Königreich weiter anzuheizen", hieĂ es.
MĂ€nner unter Auflagen frei - Trump zeigt sich "ĂŒberrascht"
Die Festgenommenen sind laut Mitteilung britische StaatsbĂŒrger, zwischen 23 und 25 Jahren alt und haben einen Wohnsitz in der Hauptstadt London. Sie wurden inzwischen unter Auflagen auf freien FuĂ gesetzt.
Die Festnahme erfolgte laut der Nachrichtenagentur PA, nachdem eine Anwohnerin den Notruf gewĂ€hlt hatte, weil sie drei Lieferwagen und eine Gruppe maskierter MĂ€nner in der NĂ€he des StĂŒtzpunkts gesehen hatte.
US-PrĂ€sident Donald Trump hatte am Sonntag geĂ€uĂert, die fĂŒnf MĂ€nner hĂ€tten "groĂen Schaden" anrichten wollen. Die Festnahme sei groĂartig gewesen, sagte Trump in Chicago. Der US-PrĂ€sident lobte dabei auch die Zusammenarbeit mit GroĂbritannien. "Wir hatten sie schon lange im Blick und haben sie geschnappt", sagte er ĂŒber die VerdĂ€chtigen. Vor Reportern am Montag zeigte sich Trump jedoch ĂŒberrascht ĂŒber die Freilassungen: "Ich bin ĂŒberrascht, dass sie sie freigelassen haben. Ich hĂ€tte das nicht getan."
