Deutschland, Nordrhein-Westfalen

Kunden kaufen weniger Sofas - UmsÀtze brechen ein

24.09.2025 - 10:31:37

RĂŒcklĂ€ufige Bestellungen, sinkende Erlöse: Die deutsche Polstermöbelindustrie kĂ€mpft mit der KaufzurĂŒckhaltung der Verbraucher. Besonders schlecht lĂ€uft das GeschĂ€ft auf dem deutschen Markt.

Neue Sofas und Sessel sind bei Kunden nach Branchenangaben derzeit nicht besonders gefragt. Die Polstermöbelhersteller in Deutschland haben zwischen Januar und Juli knapp 540 Millionen Euro umgesetzt - rund 7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie der Verband der Deutschen Polstermöbelindustrie mitteilte. Bereits 2024 waren die Erlöse rĂŒcklĂ€ufig. 

Im Inland brachen die UmsĂ€tze in den ersten sieben Monaten sogar um 10 Prozent ein. «Die Anschaffungsneigung der BundesbĂŒrger ist nach wie vor gering», sagte der Vorstandsvorsitzende Leo LĂŒbke. Viele Menschen seien verunsichert von der wirtschaftlichen Lage und deshalb zurĂŒckhaltend bei grĂ¶ĂŸeren Anschaffungen.

Die Zahl der Bestellungen lag bis einschließlich August rund 5 Prozent niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs. Ein Grund dafĂŒr ist laut Verband auch der stockende Wohnungsbau in Deutschland. «Ein Umzug zieht MöbelkĂ€ufe nach sich, das gilt auch fĂŒr die Polstercouch oder die Sitzgruppe», sagte GeschĂ€ftsfĂŒhrer Jan Kurth. Zwei Drittel ihres Umsatzes macht die deutsche Polstermöbelindustrie im Inland. 

Wichtigster Exportmarkt ist die Schweiz

Im Ausland sind die Erlöse zuletzt nur leicht zurĂŒckgegangen. Wichtigste ExportmĂ€rkte sind die Schweiz, Österreich und Frankreich. Die meisten Polstermöbel werden aus Polen und China importiert. In Deutschland beschĂ€ftigt die Branche derzeit rund 4.000 Menschen – etwa 6 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Möbelindustrie hierzulande steht unter Druck. Die Menschen geben schon seit lĂ€ngerer Zeit weniger Geld fĂŒr Sofas, Tische, StĂŒhle und Betten aus. Bereits 2023 und 2024 verzeichneten die Hersteller sinkende UmsĂ€tze. Einige Unternehmen leiden zudem unter den neuen US-Zöllen. 

FĂŒr KĂŒchenmöbelhersteller lĂ€uft es in diesem Jahr immerhin wieder etwas besser: So lag der Auftragseingang zwischen Januar und August 2,6 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.

@ dpa.de

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