Schutz, Schengen-Grenze

Mehr Schutz an geplanter neuer Schengen-Grenze vorgesehen

22.11.2024 - 14:21:18

RumĂ€nien, Bulgarien, Ungarn und Österreich haben einen Grenzschutzplan zur Verringerung der irregulĂ€ren Migration an der möglichen neuen Grenze eines erweiterten Schengen-Raums beschlossen.

Es sei ein "wichtiger Schritt", der dazu fĂŒhren könnte, dass Bulgarien und RumĂ€nien vollstĂ€ndig in den grenzkontrollfreien Schengen-Raum aufgenommen wĂŒrden, sagte Österreichs Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) in Budapest nach einem Treffen mit den Innenministern Catalin Predoiu (RumĂ€nien), Atanas Ilkow (Bulgarien) und Sandor Pinter (Ungarn) sowie der EU-Innenkommissarin Ylva Johansson.

Unter anderem wollen die vier LĂ€nder ein gemeinsames Kontingent von 100 GrenzschĂŒtzern an die bulgarisch-tĂŒrkische Grenze entsenden, erklĂ€rte Ungarns Innenminister Pinter. Weitere Details des gemeinsamen Grenzschutzpakets sollen bis Dezember entschieden werden.

EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen begrĂŒĂŸte die Vereinbarung. "Bulgarien und RumĂ€nien gehören vollends zum Schengen-Raum", schrieb sie auf der Plattform X. Formell entscheiden darĂŒber die EU-Innenminister am 12. Dezember. Einstimmigkeit ist dazu notwendig. Bislang ist Österreich als einziges EU-Land dagegen. Ob sich dies geĂ€ndert habe, sagte Karner in Budapest nicht. Er lobte allerdings die Anstrengungen beider LĂ€nder im Kampf gegen illegale Migration.

Seit MĂ€rz dieses Jahres sind bereits die Kontrollen fĂŒr Bulgaren und RumĂ€nen an den Luft- und Seegrenzen des Schengen-Raums aufgehoben worden. Nun geht es darum, ob auch die Grenzen zu Lande kontrollfrei werden.

@ dpa.de