Mehr als jedes fĂŒnfte Auto fĂ€llt bei Hauptuntersuchung durch
21.11.2024 - 05:00:38Mehr als jedes fĂŒnfte Auto ist zuletzt mit «erheblichen» oder sogar «gefĂ€hrlichen MĂ€ngeln» bei der TĂŒv-Hauptuntersuchung durchgefallen. Das ist mit 20,6 Prozent ĂŒber alle Modelle und Altersklassen hinweg in etwa die gleiche Quote wie im Vorjahreszeitraum (20,5 Prozent), wie der TĂŒv-Verband im aktuellen TĂŒv-Report schreibt. Bei erheblichen MĂ€ngeln muss der Schaden innerhalb von vier Wochen repariert werden, bei gefĂ€hrlichen unverzĂŒglich. Dann ist nur noch die Fahrt in die Werkstatt erlaubt.Â
Erneut wurden rund 15.000 Fahrzeuge als «verkehrsunsicher» eingestuft und an Ort und Stelle stillgelegt. Das war etwa bei angerissenen Bremsleitungen, blockierenden Lenkungen oder Rost an tragenden Stellen der Fall. Bei knapp 80 Prozent der untersuchten Fahrzeuge wurden hingegen keine oder nur geringe MĂ€ngel festgestellt.Â
Erstmals auch E-Autos ausgewertet
FĂŒr die Statistik hat der TĂŒv mehr als zehn Millionen Hauptuntersuchungen ausgewertet, die zwischen Juli 2023 und Juni 2024 durchgefĂŒhrt worden sind. Untersucht wurden dabei rund 230 verschiedene Fahrzeugtypen.Â
Erstmals schloss der TĂŒv auch zehn reine Elektro-Modelle in die Untersuchung ein. «Elektroautos erobern - langsam aber stetig - den Gebrauchtwagenmarkt», teilte der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des TĂŒv-Verbands, Joachim BĂŒhler, mit. «Die Hauptuntersuchung zeigt: Elektrofahrzeuge sind technisch weder sicherer noch unsicherer als Fahrzeuge mit Verbrenner.» Allerdings gebe es bei E-Autos einige antriebsspezifische MĂ€ngel - etwa vorzeitiger VerschleiĂ von AchsaufhĂ€ngungen aufgrund des hohen Gewichts der Batterien.


