Superreiche, Deutschland

Superreiche in Deutschland werden mehr - und noch reicher

24.06.2025 - 05:58:55

Rund 3.900 Superreiche in Deutschland besitzen nach Berechnungen der Unternehmensberatung BCG mehr als ein Viertel des gesamten Finanzvermögens im Lande - insgesamt knapp drei Billionen Dollar.

"Superreiche" beziehungsweise "ultra high net worth individuals" (UHNWI) sind demnach Menschen mit mehr als 100 Millionen Dollar Finanzvermögen. Dank der Kursgewinne des vergangenen Jahres an den internationalen AktienmÀrkten hat sich laut BCG-Berechnung die Zahl der hiesigen Superreichen um 500 erhöht, deren Vermögen um 16 Prozent vermehrt.

Das gesamte Bruttovermögen in Deutschland im Jahr 2024 beziffern die BCG-Vermögensfachleute auf 22,9 Billionen Dollar, nach derzeitigem Kurs knapp 20 Billionen Euro. Der etwas grĂ¶ĂŸere Teil - 11,8 Billionen Dollar - ist demnach in Immobilien und anderen Realwerten angelegt, 11,1 Billionen sind reines Finanzvermögen: Bankguthaben, Wertpapiere, Pensionen und Bargeld. Von diesen 11,1 Billionen Dollar gehören nach BCG-SchĂ€tzung 27 Prozent den 3.900 Superreichen, also 2,99 Billionen. Dem Bruttovermögen stehen 2,2 Billionen Dollar an Verbindlichkeiten gegenĂŒber, zum großen Teil Kredite.

2024 war laut BCG generell ein sehr gutes Jahr fĂŒr Reiche, nicht nur fĂŒr die extrem Wohlhabenden an der Spitze: Die Zahl der DollarmillionĂ€re in Deutschland ist demnach um 65.000 auf 678.000 gestiegen. "Je niedriger in der Vermögenspyramide angesiedelt, desto niedriger auch der Vermögenszuwachs der Einzelnen", heißt es in der Mitteilung der Unternehmensberatung.

BCG (Boston Consulting Group) hat den Hauptsitz in den USA und ist mit Niederlassungen in gut 50 LÀndern vertreten. Das Unternehmen publiziert alljÀhrlich einen "Global Wealth Report" zur Entwicklung des Wohlstands auf der Welt. Daher sind im Interesse der internationalen Vergleichbarkeit auch die europÀischen Vermögenswerte in Dollar angegeben. Deutschland stand 2024 demnach mit seinen 3.900 Superreichen weltweit an dritter Stelle hinter den USA (33.000) und China (9.200).

@ dpa.de