Daimler Truck: Keine Folgen durch Russlands Sanktionen
01.07.2025 - 11:46:47Russlands Sanktionen gegen den Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck wirken sich nach Angaben eines Unternehmenssprechers nicht auf das laufende GeschÀft aus. «Wir haben keinerlei GeschÀftsaktivitÀten in Russland mehr», teilte der Sprecher des Dax-Konzerns aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart mit.
Die russische Regierung hatte Daimler Truck auf eine Sanktionsliste gesetzt. Der entsprechende Regierungserlass stammt von Freitag, wurde aber erst am Montag veröffentlicht. Zu Russlands GrĂŒnden lĂ€gen dem Unternehmen keine Anhaltspunkte vor, sagte der Sprecher.
Nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat der Westen Sanktionen gegen Moskau verhĂ€ngt. Als Antwort hat der Kreml eine eigene Sanktionsliste mit westlichen Unternehmen erstellt. Mit diesen ist jeglicher Handel untersagt. Zahlungsverpflichtungen gegenĂŒber solchen Konzernen sind nichtig.
Was ist der Grund fĂŒr die Sanktionen?
Eine BegrĂŒndung fĂŒr die Aufnahme von Daimler Truck in die Sanktionsliste nannte Russland offiziell nicht. Die Regierungszeitung «Rossiskaja Gaseta» berichtete aber, dass der Konzern Lkw an die ukrainischen StreitkrĂ€fte geliefert habe. Der Konzernsprecher bestĂ€tigte die Lieferung von militĂ€rischen Lkw.
Daimler Truck habe unmittelbar nach Beginn des Angriffskriegs beschlossen, sÀmtliche GeschÀftsaktivitÀten in und mit Russland einzustellen. Der Verkauf der Beteiligung am russischen Lkw-Produzenten Kamaz in Höhe von 15 Prozent sei 2024 durch die Mercedes-Benz Group erfolgt. Daimler Truck hatte bis zur Abspaltung 2021 zum Stuttgarter Daimler-Konzern gehört.


