Russland fliegt nÀchtliche Luftangriffe auf die Ukraine
28.08.2025 - 06:35:01Ăber der Hauptstadt Kiew waren Explosionen zu hören, nach Angaben von BĂŒrgermeister Vitali Klitschko war die Flugabwehr im Einsatz. Explosionen wurden auch aus den StĂ€dten Sumy im Norden sowie Dnipro und Saporischschja im SĂŒden gemeldet. Mit dem Vordringen der Drohnen weitete sich der Luftalarm von Osten nach Westen aus, wie die staatliche ukrainische Warn-App anzeigte.
Laut dem Nachrichtenportal "Kyiv Independent" wurden Bewohner fast aller Landesteile in SchutzrĂ€ume beordert, auch fernab der Frontlinie. Demnach schickten die Angreifer mehrere Wellen von Kampfdrohnen los und feuerten auch Ăberschallraketen sowie mindestens einen Marschflugkörper ab. Mehrere Kampfjets der russischen Luftwaffe seien im Einsatz. Allein in Kiew seien mindestens vier Menschen verletzt worden.
Gleichzeitig gab es in Russland im Gebiet Lipezk zeitweise Luftalarm wegen anfliegender ukrainischer Drohnen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass berichtete. Das russische MilitĂ€r meldete den Abschuss ukrainischer Drohnen ĂŒber den Gebieten Rostow, Belgorod, Smolensk und ĂŒber der Schwarzmeer-Halbinsel Krim. Der Flughafen der Stadt Wolgograd musste den Betrieb sicherheitshalber einschrĂ€nken.
Energieanlagen unter Beschuss
Tags zuvor hatten die russischen Luftangriffe nach offiziellen ukrainischen Angaben gezielt das Energiesystem der Ukraine beschÀdigt. Im nordukrainischen Gebiet Sumy sei nachts ein Umspannwerk getroffen worden, teilte das Energieministerium in Kiew auf Telegram mit. Im ostukrainischen Gebiet Poltawa wurde demnach das Gastransportsystem erheblich beschÀdigt. Weitere Treffer habe es in den Gebieten Tschernihiw, Charkiw und Donezk gegeben.
Die Angriffe sollten das ukrainische Energiesystem vor Beginn der Heizperiode schwÀchen, hieà es. Schon in den vergangenen drei Kriegswintern hatte Russland immer wieder gezielt Energieanlagen beschossen.
Allerdings könnten die russischen Angriffe auch eine Antwort auf erfolgreiche ukrainische Attacken gegen die Ăl- und Gasindustrie in Russland sein. Durch Drohnentreffer auf russische Raffinerien hat Russland nach Medienberichten 17 Prozent der KapazitĂ€ten zur Ălverarbeitung verloren. In vielen Regionen herrscht Treibstoffmangel.

