Putin, Energie-Zusammenarbeit

Putin will Energie-Zusammenarbeit mit China vertiefen

17.05.2024 - 12:24:56

Russlands PrÀsident Wladimir Putin hat bei seiner Visite in China angeboten, die Energielieferungen an das Nachbarland auszubauen.

"Russland ist bereit und in der Lage, die chinesische Wirtschaft, Unternehmen, StĂ€dte und Dörfer kontinuierlich und zuverlĂ€ssig mit ökologisch sauberer und erschwinglicher Energie, Strom und WĂ€rme zu versorgen", sagte der Kremlchef am Freitag bei der Eröffnung einer russisch-chinesischen Messe in der Millionenstadt Harbin. Er sei sicher, dass die strategische Allianz im Energiebereich weiter gestĂ€rkt werde. Russland ist auch aufgrund westlicher Sanktionen gegen seinen Öl- und Gassektor nach dem von Putin befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine gezwungen, neue AbsatzmĂ€rkte fĂŒr seine EnergietrĂ€ger zu suchen.

Nach Angaben Putins bedeutet das derzeitige Handelsvolumen von 240 Milliarden Dollar (220 Milliarden Euro) noch lange nicht das Ende der Möglichkeiten. Neben dem Energiesektor hofft Moskau nach dem Exodus westlicher Automobilhersteller auch auf stÀrkere Zusammenarbeit im Fahrzeugbau und im Bereich Landwirtschaft.

Im Energiesektor will Russland konkret eine weitere Gaspipeline durch die Mongolei nach China bauen. Eine entsprechende Vereinbarung werde in wenigen Tagen unterzeichnet, hatte Vizeregierungschef Alexander Nowak am Vortag angekĂŒndigt. Derzeit laufe die finale Abstimmung ĂŒber die wirtschaftlichen und kommerziellen Bedingungen fĂŒr das Projekt. Die Leitung Kraft Sibiriens 2 soll eine KapazitĂ€t von 50 Milliarden Kubikmetern pro Jahr haben. Über die bisher schon bestehende Pipeline Kraft Sibiriens sind im vergangenen Jahr 22,7 Milliarden Kubikmeter Gas geflossen.

Beim zweitĂ€gigen Staatsbesuch Putins stehen die Themen Politik und Wirtschaft im Mittelpunkt. Bei den GesprĂ€chen mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in Peking demonstrierten beide Seiten große Einigkeit. Beim Besuch der von Russen gegrĂŒndeten Stadt Harbin im Norden Chinas besuchte Putin neben der Messe auch die Polytechnische UniversitĂ€t und antwortete auf ausgewĂ€hlte Fragen der Studenten.

@ dpa.de