Saudi-Arabien bekrĂ€ftigt UnterstĂŒtzung fĂŒr PalĂ€stinenser
05.02.2025 - 06:50:33Es reagierte damit auf einen öffentlichen Vorstoà von US-PrÀsidenten Donald Trump, den Gazastreifen unter Kontrolle der USA zu bringen und dort lebende PalÀstinenser "umzusiedeln".
Das Königreich wende sich gegen "jegliche Verletzung der legitimen Rechte des palĂ€stinensischen Volkes, sei es durch israelische Siedlungspolitik, Annektierung von Land oder Versuche, das palĂ€stinensische Volk von seinem Land zu vertreiben", hieĂ es in einer Stellungnahme des AuĂenministeriums in Riad.
In der Mitteilung wurde nicht explizit Bezug genommen auf Trumps Pressekonferenz in Washington, in der er kurz zuvor an der Seite des israelischen MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu seinen Plan fĂŒr den Gazastreifen prĂ€sentiert hatte. Allerdings wurde die Stellungnahme des AuĂenministeriums keine zwei Stunden spĂ€ter veröffentlicht.
Trump will, dass die Vereinigten Staaten die Kontrolle ĂŒber den Gazastreifen ĂŒbernehmen und das vom Krieg zerstörte palĂ€stinensische KĂŒstengebiet wirtschaftlich entwickeln. Die rund zwei Millionen PalĂ€stinenser, fĂŒr die der Gazastreifen Heimat ist, sollen nach Trumps Willen kĂŒnftig in anderen arabischen Staaten der Region leben.
Saudi-Arabiens FĂŒhrung stellte auch klar, dass sie die GrĂŒndung eines unabhĂ€ngigen PalĂ€stinenserstaates weiterhin als Voraussetzung fĂŒr die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Israel betrachtet. Angestrebt werde die Schaffung eines palĂ€stinensischen Staates in den Grenzen von 1967 mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt und das Ende der israelischen Besatzung an, erklĂ€rte das AuĂenministerium. Damit wies die saudi-arabische Regierung die Darstellung Trumps zurĂŒck, der vor seinem Treffen mit Netanjahu eine Journalisten-Frage mit den Worten beantwortet hatte, Saudi-Arabien verlange keinen palĂ€stinensischen Staat.
Trump und Netanjahu arbeiten nach eigener Darstellung an einer Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und Saudi-Arabien. Eine solche AnnĂ€herung hatte sich schon im Sommer 2023 angebahnt. Beendet wurden die BemĂŒhungen kurz darauf durch den Terrorangriff der Hamas und anderer extremistischer Gruppen auf Israel am 7. Oktober 2023, der den Gaza-Krieg mit Zehntausenden Toten und Verletzten auslöste.
"Ich glaube, Frieden zwischen Israel und Saudi-Arabien ist nicht nur möglich, ich glaube, er wird kommen", sagte Netanjahu nach dem Treffen mit Trump im WeiĂen Haus. "Die saudi-arabische FĂŒhrung ist daran interessiert, ihn zu erreichen und wir werden es versuchen. Ich glaube, wir werden es schaffen."
Trump hatte 2020 wÀhrend seiner ersten Amtszeit die sogenannten Abraham-Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und mehreren arabischen Staaten auf den Weg gebracht - damals ein historischer Durchbruch.

