SBTi-Standard 2.0: Ab 2035 CO2-Entnahmen für große Konzerne verpflichtend
17.06.2026 - 10:25:36 | boerse-global.de
Das im SDax notierte Unternehmen will damit konkrete, messbare Reduktionsziele für seine Treibhausgasemissionen entwickeln.
Stabilus wird nun im offiziellen Target Dashboard der Initiative mit dem Status „Committed“ geführt. Der Konzern hat 24 Monate Zeit, um seine Klimaziele durch die SBTi-Experten validieren zu lassen. Die Reduktionspfade müssen mit dem Pariser Klimaabkommen vereinbar sein.
„Die Verringerung unserer Emissionen ist ein zentraler Bestandteil der langfristigen Unternehmensstrategie“, sagt Vorstandschef Dr. Michael Büchsner. Der SBTi-Rahmen diene dabei als Orientierung für die künftige operative Ausrichtung.
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Standorte nach ISO 50001 zertifiziert
Parallel zur SBTi-Verpflichtung treibt Stabilus die Zertifizierung seiner Werke voran. Die chinesischen Produktionsstätten in Wujin und Pinghu wurden nach der Energiemanagement-Norm DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Die Norm hilft Unternehmen, ihre Energieeffizienz systematisch zu steigern und den Verbrauch kontinuierlich zu senken.
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Neuer Standard für Netto-Null-Zusagen
Die Verpflichtung von Stabilus fällt mit einer umfassenden Aktualisierung des SBTi-Regelwerks zusammen. Mitte Juni veröffentlichte die Initiative Version 2.0 ihres Corporate Net-Zero Standards. Der neue Rahmen integriert Emissionsgutschriften (Carbon Credits) formal in das System.
Für große Unternehmen bringt der Standard verschärfte Anforderungen: Ab 2035 werden CO2-Entnahmen für bestimmte Kategorien verpflichtend. Zudem definiert die Initiative neue Pfade für Scope-3-Emissionen – also indirekte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette. Analysten sehen die Überarbeitung als Versuch, die Integrität von Netto-Null-Zusagen durch strengere Mindestkriterien zu stärken.
