Deutschland, Agrar

SchĂ€tzung: DĂŒrre fĂŒhrt zu deutlich kleinerer Ernte

Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 10:00 Uhr | dpa.de

MĂ€hdrescher sind gerade auf vielen Feldern unterwegs. Doch nach Wochen mit zu wenig Regen sind die Aussichten fĂŒr die Kornmengen stark gedrĂŒckt.

Die DĂŒrre schlĂ€gt nach BrancheneinschĂ€tzung auf die Ernte 2026 durch. (Archivbild) - Bild: Peter Gercke/dpa
Die DĂŒrre schlĂ€gt nach BrancheneinschĂ€tzung auf die Ernte 2026 durch. (Archivbild) - Bild: Peter Gercke/dpa

Die lange Trockenheit in weiten Teilen Deutschlands trifft die Ernte in diesem Sommer nach einer BrancheneinschĂ€tzung hart. Seit Beginn der DĂŒrreperiode Mitte Juni seien deshalb rund drei Millionen Tonnen Getreide und Raps verloren gegangen, teilte der Deutsche Raiffeisenverband als Vertretung von 1.600 Genossenschaftsunternehmen im Agrarhandel und der Verarbeitung in Berlin mit. Dies bedeute Einnahmeverluste von 600 Millionen Euro. 

Nach einer SchĂ€tzung erwartet der Verband eine kleinere Getreideernte von 40,6 Millionen Tonnen nach 45 Millionen Tonnen 2025. «Nur die gĂŒnstige Witterung im FrĂŒhjahr hat grĂ¶ĂŸere SchĂ€den verhindert», sagte Experte Guido Seedler. Unterm Strich sei es eine noch ausreichende, unterdurchschnittliche Ernte. «Dennoch sind die Verluste auf der Zielgeraden fĂŒr die ohnehin unter starken Kostensteigerungen leidende Landwirtschaft ein harter Schlag.»

Niedriger Anteil an Backwaren-Preisen 

Steigende Verbraucherpreise etwa fĂŒr Brot und Brötchen vor dem Hintergrund der Ernte erwartet der Verband nicht. «Der Anteil des Getreides am Endpreis von Backwaren liegt im niedrigen Cent-Bereich», erlĂ€uterte Seedler. FĂŒr die Preise entscheidend seien vor allem Energie-, Lohn- und BĂŒrokratiekosten.

Mit Sorge sieht die Branche die Probleme wegen Niedrigwassers in mehreren FlĂŒssen, da Binnenschiffe auch Getreide transportieren. Dass die Logistik funktioniere, sei ein entscheidender Faktor, erklĂ€rte der Raiffeisenverband. FĂŒr die Annahme von Getreide seien dank ausreichender LagerkapazitĂ€ten keine akuten Probleme zu sehen. Anders sehe es beim anschließenden Weiterleiten, der Versorgung mit Futtermitteln und beim Transport von DĂŒngemitteln aus.

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