Entlastung auf dem Papier: Warum das Handwerk trotz BĂŒrokratieabbau kaum durchatmen kann
04.12.2025 - 10:00:01NatĂŒrlich wĂ€re weniger BĂŒrokratie gut, aber das ist nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Wenn wir nicht gleichzeitig in Ausbildung, Digitalisierung und Mitarbeiterbindung investieren, nĂŒtzt kein Formular der Welt etwas. Der Handwerker braucht kein Mitleid. Er braucht Zeit, Werkzeuge und ein System, das ihn arbeiten lĂ€sst. In diesem Beitrag erfahren Sie, warum der BĂŒrokratieabbau nur dann Wirkung zeigt, wenn das Handwerk endlich als Ganzes gesehen wird.
Ausgangslage und Entwicklung
Seit Jahren wird angekĂŒndigt, das Handwerk durch weniger BĂŒrokratie zu entlasten. Digitale Formulare, reduzierte Meldepflichten und vereinfachte AblĂ€ufe sollen den Verwaltungsaufwand senken. In den Betrieben zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Einzelne Ănderungen greifen zwar, doch die grundlegenden Belastungen bleiben bestehen. Hohe Materialkosten, fehlende FachkrĂ€fte und unvollstĂ€ndige Digitalisierung prĂ€gen den Alltag stĂ€rker als jedes Formular.
Viele Unternehmer sehen die politischen MaĂnahmen daher als richtigen Ansatz, jedoch als zu kleinteilig, um die tatsĂ€chlichen Herausforderungen spĂŒrbar zu entschĂ€rfen.
Was Handwerksbetriebe heute wirklich belastet
FachkrĂ€ftemangel als Hauptproblem: Am stĂ€rksten wirkt der Mangel an qualifizierten Mitarbeitenden. Zahlreiche Betriebe mĂŒssen AuftrĂ€ge verschieben oder ablehnen, weil die KapazitĂ€ten fehlen. Dieser strukturelle Engpass beeinflusst den GeschĂ€ftsablauf weitaus stĂ€rker als verwaltungstechnische Anforderungen.
Zeitmangel und doppelte AblÀufe: Auch nach dem Wegfall bestimmter Papierpflichten bleibt die organisatorische Arbeit umfangreich. Dokumentation, Nachweise und Baustellenkoordination laufen vielerorts parallel digital und analog. Dadurch entsteht zusÀtzlicher Aufwand, obwohl eigentlich Entlastung vorgesehen ist.
Digitalisierung ohne durchgehenden Workflow: Digitale Lösungen sind hĂ€ufig vorhanden, jedoch selten vollstĂ€ndig integriert. Wenn einzelne Schritte digitalisiert, andere jedoch manuell fortgefĂŒhrt werden, entsteht kein effizienter Prozess. Statt Erleichterung entstehen zusĂ€tzliche Schnittstellen und Abstimmungsaufwand.
Wirtschaftliche Unsicherheit: Steigende Material- und Energiekosten sowie unzuverlÀssige Lieferketten belasten die Betriebe kontinuierlich. Diese Faktoren wirken unmittelbarer als jede behördliche Vorgabe und erschweren langfristige Planung.
Beispiele aus der Praxis
In der Praxis zeigt sich, dass Entlastung vor allem dann entsteht, wenn Betriebe ihre Prozesse ganzheitlich strukturieren. Dort, wo digitale Systeme durchgĂ€ngig eingesetzt werden und Angebotserstellung, Zeiterfassung und Projektdokumentation nahtlos ineinandergreifen, verringert sich der Aufwand spĂŒrbar, weil Doppelarbeiten und MedienbrĂŒche wegfallen.
Gleichzeitig wirkt eine stabile Personalgewinnung als entscheidender Faktor: Gelingen Recruiting und Mitarbeiterbindung, steigt die KapazitÀt im Team, wodurch sowohl der operative als auch der administrative Druck sinkt. Einige Unternehmen setzen zudem auf strukturierte Empfehlungssysteme oder authentische Mitarbeitertestimonials, die den Aufwand bei der Personalgewinnung reduzieren und die AbhÀngigkeit von wiederkehrenden Stellenschaltungen deutlich verringern.
In der Praxis zeigt sich: Betriebe, die klare interne AblĂ€ufe, digitale Workflows und verlĂ€ssliche HR-Strukturen kombinieren, empfinden den Verwaltungsaufwand insgesamt als deutlich geringer; unabhĂ€ngig davon, wie weit der politische BĂŒrokratieabbau tatsĂ€chlich reicht.
Warum der BĂŒrokratieabbau oft ins Leere lĂ€uft
Viele Anpassungen verĂ€ndern lediglich die Form, nicht jedoch die AblĂ€ufe selbst. Digitale Formulare ersetzen Papierformulare, doch der Prozess dahinter bleibt unverĂ€ndert komplex. Die eigentliche Wertschöpfung im Handwerk wird davon kaum berĂŒhrt. Gleichzeitig verstĂ€rkt der FachkrĂ€ftemangel den Druck so stark, dass selbst sinnvolle MaĂnahmen nur begrenzt Entlastung bringen.
Damit zeigt sich: BĂŒrokratieabbau kann nur dann Wirkung entfalten, wenn er Teil eines umfassenderen Ansatzes wird. Erst eine Kombination aus KapazitĂ€tsaufbau, digitaler DurchgĂ€ngigkeit und klaren Betriebsstrukturen schafft spĂŒrbare Entlastung im Alltag der Handwerksbetriebe.
Ăber Michael Bendl:
Michael Bendl ist GeschĂ€ftsfĂŒhrer der BM Digital GmbH und unterstĂŒtzt Handwerksbetriebe im Social-Recruiting. Er entwickelt digitale Strategien, um die Sichtbarkeit seiner Kunden zu erhöhen und passende FachkrĂ€fte zu gewinnen. Dabei setzt er auf Werbekampagnen, Social-Media-Marketing und den gezielten Einsatz von VideobeitrĂ€gen. Mehr Informationen unter: https://www.bewerber-magnet.de/
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