GlÀubiger, Nord

GlĂ€ubiger der Nord Stream 2 mĂŒssen noch lĂ€nger warten

07.03.2025 - 15:00:58

Schon einmal wurde eine Gnadenfrist fĂŒr den Pipeline-Betreiber verschoben. Jetzt bekommt die Firma des russischen Gazprom-Konzerns noch zwei Monate, um einen Konkurs zu verhindern.

Die hoch verschuldete Betreibergesellschaft der Gaspipeline Nord Stream 2 bekommt noch mehr Zeit zur RĂŒckzahlung von Forderungen, um eine Insolvenz zu verhindern. Die KleinglĂ€ubiger sollen ihr Geld jetzt erst bis zum 9. Mai bekommen, wie das Kantonsgericht in Zug in der Schweiz entschied. Zuvor hatte der Sender NDR ĂŒber die FristverlĂ€ngerung berichtet.

Die Nord Stream 2 AG, die dem russischen Gazprom-Konzern gehört, hatte bereits im Januar einen Aufschub erhalten. Damals hatte das Kantonsgericht entschieden, dass alle KleinglĂ€ubiger bis zum 5. MĂ€rz «in voller Höhe» befriedigt werden mĂŒssten. Andernfalls werde der Konkurs ĂŒber Nord Stream 2 eröffnet, teilte das Gericht damals mit. Das entspricht in Deutschland einem Insolvenzverfahren.

Das Unternehmen Transliq hatte als Sachwalterin der Nord Stream 2 die neuerliche VerlÀngerung beantragt. Weder das Gericht noch Transliq beantworteten Fragen der Deutschen Presse-Agentur.

AnschlÀge auf Nord Stream 1 und 2

Nord Stream 2 sollte russisches Gas durch die Ostsee nach Deutschland liefern. Die zwei StrÀnge der Pipeline wurden fertig gebaut, gingen aber nie in Betrieb. Das Gas-GeschÀft wurde nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 auf Eis gelegt. Einer der RöhrenstrÀnge wurde bei einem Anschlag im September 2022 zerstört, ebenso wie die StrÀnge der bereits in Betrieb genommenen Nord-Stream-1-Pipeline.

@ dpa.de