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SCHOTT Pharma: SBTi validiert wissenschaftsbasierte Klimaziele

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 22:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SCHOTT Pharma ersetzt Klimaneutralitätsziel durch SBTi-validierte Reduktionspfade. Neue Vorgaben für Scope 1, 2 und 3 bis 2030 definiert.

SCHOTT Pharma: SBTi bestätigt neue wissenschaftsbasierte Klimaziele
Moderne Produktionsanlage in der pharmazeutischen Fertigung mit Fokus auf technologische Anlagen und saubere Arbeitsumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Science Based Targets initiative (SBTi) hat die aktualisierten Klimaziele des SCHOTT-Konzerns, einschließlich der SCHOTT Pharma AG & Co. KGaA, offiziell validiert. Damit erfolgt eine strategische Neuausrichtung der unternehmerischen Nachhaltigkeitsagenda. Das bisherige Ziel, bis zum Jahr 2030 eine vollständige Klimaneutralität zu erreichen, wird beendet und durch die nun wissenschaftlich bestätigten Reduktionspfade ersetzt.

Diese Anpassung soll sicherstellen, dass die Dekarbonisierungsbemühungen des Unternehmens im Einklang mit den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen stehen.

Fokus auf signifikante Emissionsminderungen

Ein Kernpunkt der neuen Zielarchitektur betrifft die direkten und indirekten Emissionen aus dem eigenen Betrieb sowie dem Energiebezug. In den Kategorien Scope 1 und Scope 2 strebt SCHOTT Pharma bis zum Geschäftsjahr 2030 eine Reduzierung der Treibhausgase um 46,2 % an.

Als Referenzpunkt dient dabei das Basisjahr 2019. Wie aus den veröffentlichten Daten hervorgeht, konnte das Unternehmen in diesen Bereichen bereits erhebliche Erfolge verbuchen: Die Emissionen in Scope 1 und 2 wurden im Vergleich zum Basiszeitraum bereits um 70 % gesenkt.

Zusätzlich wurden erstmals konkrete Reduktionsziele für die vorgelagerte und nachgelagerte Wertschöpfungskette definiert. In den Scope-3-Kategorien 3.1, 3.3 und 3.10 sieht der Plan eine Verringerung der Emissionen um 27,5 % bis zum Geschäftsjahr 2030 vor.

Diese Zielsetzung trägt der Komplexität globaler Lieferketten in der Pharmabranche Rechnung und adressiert die CO2-Intensität bei eingekauften Waren, Energie- und Brennstoffbezügen sowie der Logistik.

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Technologische Transformation und Investitionen

Zur Umsetzung dieser Vorhaben setzt SCHOTT Pharma verstärkt auf technologische Innovationen in der Produktion. CFO Reinhard Mayer betonte den Fokus des Unternehmens auf die Realisierung direkter Emissionsreduktionen. Ein zentrales Investitionsprojekt ist in diesem Zusammenhang der Standort Mitterteich.

Dort investiert der Konzern 40 Millionen Euro in den Bau einer elektrischen Pilotwanne. Die Inbetriebnahme dieser Anlage ist für das Jahr 2027 geplant. Das Projekt gilt als wichtiger Meilenstein, um die traditionell energieintensive Schmelztechnologie langfristig auf emissionsärmere Verfahren umzustellen.

Effizienzsteigerungen am Standort Schweiz

Neben der CO2-Reduktion umfasst die Nachhaltigkeitsstrategie auch Optimierungen bei der Ressourceneffizienz. Ein konkretes Beispiel für diese Maßnahmen findet sich in den Schweizer Produktionsstätten des Unternehmens. Dort wurde die Leistung eines WFI-Systems (Water for Injection) optimiert.

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Die Anlage erreicht nun eine Wassereffizienz von über 90 %. Zuvor lag dieser Wert bei 70 %. Solche prozesstechnischen Verbesserungen sind in der pharmazeutischen Produktion von hoher Bedeutung, da die Bereitstellung von hochreinem Wasser für Injektionszwecke üblicherweise mit einem hohen Ressourcenaufwand verbunden ist.

Die Validierung durch die SBTi markiert für SCHOTT Pharma einen Übergang von prozentualen Ausgleichszielen hin zu messbaren, technologisch fundierten Einsparungen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Damit reagiert der Zulieferer für die pharmazeutische Industrie auf den wachsenden Druck von Investoren und Kunden nach transparenten und wissenschaftlich belastbaren ESG-Daten.

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