Schulbus-Training, Kelheim

Schulbus-Training in Kelheim: 1.050 Fünftklässler üben für den Ernstfall

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 00:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Sieben Schulen beteiligten sich an Übungen zu Haltestellen, Notausstieg und Gefahrenbremsung; täglich fahren im Landkreis über 4.000 Schüler Bus.
Symbolbild: Schutzhelm und Schutzbrille auf einer Werkbank Illustration mit AI erstellt.

Im Landkreis Kelheim haben in den vergangenen Wochen 1.050 Fünftklässler an gezielten Verkehrssicherheitstrainings für das richtige Verhalten im und am Schulbus teilgenommen.

Die Schulungen fanden verteilt auf sieben weiterführende Schulen statt, wie das Landratsamt Kelheim in Berichten vom 21. Oktober 2026 mitteilte. Ziel der Initiative war es, den jüngeren Schülerinnen und Schülern die potenziellen Gefahren auf dem täglichen Schulweg bewusst zu machen und ihnen praktische Handlungsregeln für den Ernstfall zu vermitteln.

Praktische Übungen vom Haltestellenbereich bis zum Ernstfall

Das Trainingsprogramm deckte verschiedene Situationen des Schulbusverkehrs praxisnah ab. Die Schülerinnen und Schüler lernten zunächst das richtige Anstellen an den Haltestellen sowie das Einhalten eines Sicherheitsabstands bei einfahrenden Bussen. Diese Grundlagen sollen verhindern, dass Kinder im Gedränge an die Bordsteinkante oder in den Schwenkbereich des Fahrzeugs geraten.

Darüber hinaus vermittelten die Ausbilder das Verhalten bei Notfällen direkt im Bus. Dazu gehörten die korrekte Bedienung des Nothammers sowie die manuelle Notöffnung der Bustüren, falls das Fahrzeug nach einem Unfall geräumt werden muss.

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Als prägender Höhepunkt der Trainings galt eine praktische Gefahrenbremsung. Bei einer Geschwindigkeit von rund 30 Kilometern pro Stunde demonstrierten die Verantwortlichen die physikalischen Kräfte, die bei einem abrupten Stopp wirken. Als Dummy für einen ungesicherten Fahrgast kam dabei eine wassergefüllte Tonne zum Einsatz, die den Kindern die Risiken des Stehens ohne Festhalten während der Fahrt veranschaulichte.

Zusammenarbeit von Behörden, Verkehrsbetrieb und Verkehrswacht

Die Organisation der Einheiten übernahm das Landratsamt Kelheim gemeinsam mit der Regionalbus Ostbayern GmbH. Unterstützt wurden die Schulungen zudem durch die örtliche Verkehrswacht, die ihr Fachwissen in die praktische Verkehrserziehung einbrachte.

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Die Bedeutung des Themas unterstreichen auch die Nutzerzahlen des öffentlichen Personennahverkehrs in der Region: Laut Landrat Christian Nerb sind im Landkreis Kelheim täglich etwas mehr als 4.000 Schülerinnen und Schüler mit dem Bus unterwegs. Angesichts dieses hohen Fahrgastaufkommens setzt der Landkreis auf eine frühe und praxisorientierte Sensibilisierung beim Wechsel an die weiterführenden Schulen, um Unfällen im Schulverkehr vorzubeugen.

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