Schutz, Unterwasseranlagen

Schutz von Unterwasseranlagen: Nordseestaaten unterzeichnen Abkommen

09.04.2024 - 12:27:38

Sechs europĂ€ische Staaten, darunter Deutschland, DĂ€nemark und Großbritannien, wollen gemeinsam die Infrastruktur in der Nordsee besser schĂŒtzen.

Auf die Zusammenarbeit einigten sie sich in einem neuen Abkommen. Es sei von entscheidender Bedeutung, dass etwa Unterwasserkabel, Gas- und Ölpipelines sowie Windkraftanlagen geschĂŒtzt wĂŒrden, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung am Dienstag. Auch Belgien, die Niederlande und Norwegen gehören dem BĂŒndnis an.

Die Staaten möchten kĂŒnftig Wissen und Informationen miteinander teilen. Das Abkommen komme sowohl dem Klima als auch der europĂ€ischen Energieversorgungssicherheit zugute, "in einer Zeit, in der Russlands Aggression deutlich gemacht hat, dass Energiepolitik auch Sicherheitspolitik ist", teilte der dĂ€nische Klima- und Energieminister, Lars Aagard, mit. Seit der Zerstörung einer Nord-Stream-Pipeline in der Ostsee im September 2022 gibt es Sorgen, dass vor allem Russland kritische Infrastruktur von Nato-Mitgliedern beschĂ€digen könnte.

Die Nordsee sei das Kraftwerk, das Europas Ziele bei erneuerbaren Energien und beim Klimaschutz vorantreibe, teilte der britische StaatssekretĂ€r Andrew Bowie mit. "Deswegen ist es entscheidend, dass wir kritische Energieinfrastruktur jetzt und in der Zukunft schĂŒtzen", sagte er. "Die Beziehungen zu unseren nordeuropĂ€ischen Nachbarn zu stĂ€rken, wie wir es heute getan haben, wird genau das erreichen, und sicherstellen, dass die Infrastruktur widerstandsfĂ€hig ist gegen diejenigen, die sie womöglich bedrohen oder zerstören wollen."

@ dpa.de