Sicherheitsbeauftragte, Schwellenwerte

Sicherheitsbeauftragte: Neue Schwellenwerte ab 50 Beschäftigten

06.06.2026 - 02:10:54 | boerse-global.de

Ab Juni 2026 gelten erleichterte Vorschriften für Sicherheitsbeauftragte und die digitale Krankschreibung wird Pflicht.

Logistik-Jobs: Neue Regeln für Staplerschein und Sicherheit
Sicherheitsbeauftragte - Ein Gabelstapler fährt in einem modernen Lagerhaus zwischen hohen Regalen, während Logistikmitarbeiter im Hintergrund arbeiten. Fokus auf Sicherheit. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Wer einen Staplerschein besitzt oder in der Lagerarbeit Fuß fassen will, muss sich auf veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen einstellen.

Der Fachkräftebedarf bleibt hoch. Allein in Villingen-Schwenningen suchen Unternehmen wie Aesculap, Rheinmetall und EDEKA Südwest Fleisch händeringend nach Lagerpersonal. Der Staplerschein ist dabei die Eintrittskarte.

Anzeige

Ein Gabelstapler-Unfall kann für Betriebe schwerwiegende Folgen haben, wenn die gesetzlich vorgeschriebene Unterweisung nicht lückenlos dokumentiert ist. Diese kostenlose Vorlage schützt Sie rechtlich und unterstützt Sie bei der sicheren Organisation. Rechtssichere Gabelstapler-Unterweisung jetzt kostenlos sichern

17 Euro Stundenlohn und klare Anforderungen

Ein aktuelles Stellenangebot aus Waghäusel zeigt, was Bewerber erwartet. Für Fachkräfte in der Lagerlogistik werden 17 Euro pro Stunde geboten. Voraussetzung: eine abgeschlossene Ausbildung, der Staplerschein und ein Führerschein der Klasse B. Die Arbeit läuft in Vollzeit und Tagschicht.

Zu den Aufgaben gehören Warenannahme, Kommissionierung und die Pflege von ERP-Systemen. Wer diese Qualifikationen mitbringt, hat gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Weniger Bürokratie bei Sicherheitsbeauftragten

Seit dem 29. Mai 2026 gelten neue Regeln für die Bestellung von Sicherheitsbeauftragten. Der Bundestag hob die Schwellenwerte im § 22 SGB VII deutlich an.

Betriebe müssen jetzt erst ab 50 Beschäftigten einen Sicherheitsbeauftragten bestellen. Zuvor lag die Grenze bei 20 Mitarbeitern. Für Unternehmen mit 21 bis 49 Angestellten ist die Bestellung nur noch bei besonderen Gefährdungslagen Pflicht. In Betrieben mit bis zu 250 Mitarbeitern ohne spezifische Risiken reicht künftig ein einziger Sicherheitsbeauftragter.

Experten raten dennoch, bestehende Sicherheitsstrukturen vorerst beizubehalten. Verstöße gegen die Bestellungspflicht können mit Bußgeldern von bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

Anzeige

Viele Betriebe unterschätzen die Anforderungen an eine rechtskonforme Stapler-Unterweisung und riskieren damit unnötige Haftungsrisiken. Ein kostenloser Leitfaden zeigt Sicherheitsverantwortlichen, wie die Unterweisung effizient und in nur 30 Minuten erledigt ist. Muster-PowerPoint und Unterweisungshilfe gratis herunterladen

Fahren ohne Führerschein: Ein teurer Fall

Die Bedeutung einer gültigen Fahrerlaubnis zeigt ein Fall aus dem Kreis Tuttlingen. Ein 26-jähriger Paketzusteller war im November 2025 zu schnell unterwegs. Bei der Überprüfung flog auf: Er hatte insgesamt 247 Fahrten ohne gültige Fahrerlaubnis durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Verfahren wegen fortgesetzten Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein.

Wer den Führerschein für den Job braucht, aber nicht selbst zahlen kann, hat Optionen. Jobcenter fördern die Klasse B über das Vermittlungsbudget – allerdings nur, wenn ein konkretes Jobangebot vorliegt. In München liegt der Eigenanteil bei 25 Prozent. LKW-Führerscheine der Klassen C und CE können über Bildungsgutscheine financed werden.

Digitale Krankschreibung wird Pflicht

Seit dem 2. Juni 2026 ist die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) verbindlicher Standard. Erkrankte müssen ihren Ausfall zwar weiterhin vor Arbeitsbeginn melden, die Datenübermittlung läuft aber digital. Der Arzt schickt die Bescheinigung direkt an die Krankenkasse. Der Arbeitgeber ruft die Informationen über SV-Meldeportale oder die Lohnsoftware ab.

Neue Rechte bei Gehaltsfragen

Ab dem 8. Juni 2026 greift die EU-Entgelttransparenzrichtlinie. Deutschland hat die Umsetzungsfrist zwar verpasst – Teile der Richtlinie entfalten aber bereits direkte Wirkung.

Beschäftigte haben jetzt ein erweitertes Auskunftsrecht. Sie können erfahren, wie hoch ihr eigenes Entgelt im Vergleich zum Durchschnitt liegt – aufgeschlüsselt nach Geschlecht. Arbeitgeber müssen zudem schon vor dem Vorstellungsgespräch das voraussichtliche Einstiegsgehalt nennen. Ein deutsches Umsetzungsgesetz wird laut Bundesfamilienministerium erst Anfang 2027 erwartet.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 69490556 |