Siemens-Chef: Populismus gefÀhrdet Wirtschaftsstandort
14.05.2024 - 12:16:42 | dpa.de"Extremisten und Rassisten spalten unsere Gesellschaft, spalten unser Land, gefĂ€hrden unseren Wohlstand", sagte Busch. "Wir wollen mehr Vielfalt, mehr Offenheit und mehr Toleranz fĂŒr eine lebenswerte Gesellschaft und Wohlstand." Das sei die Basis fĂŒr Innovationskraft und WettbewerbsfĂ€higkeit.
Siemens beteiligt sich mit zahlreichen weiteren Unternehmen an der Wirtschaftsallianz "Wir stehen fĂŒr Werte". Mit dabei sind auch die Deutsche Bahn und die Deutsche Bank DE0005140008. "Wir brauchen viel mehr Europa. Wir mĂŒssen diesen Binnenmarkt weiter stĂ€rken", sagte Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing. Populisten wollten genau das Gegenteil, aber die WettbewerbsfĂ€higkeit von Deutschland und Europa basiere auf offenen MĂ€rkten.
Deutsche-Bahn-Chef Richard Lutz berichtete von politischen ĂuĂerungen auf internen Plattformen des Konzerns, "die wir nicht gutheiĂen". "Bei der Frage, was wir noch tolerieren und wo wir die rote Linie ziehen, haben wir die Dinge etwas verschĂ€rft", sagte Lutz. "Wir steigen viel schĂ€rfer in die Diskussion ein und sperren auch mal Kommentarfunktionen."
Die Unternehmen und die Gesellschaft insgesamt mĂŒssten anfangen, "die EchorĂ€ume aufzubrechen. Das geht nur ĂŒber Dialog und Diskurs", sagte Lutz. "Das ist wahnsinnig anstrengend, aber ich glaube, dass wir keine andere Chance haben, wenn wir der populistischen Spaltung von Gesellschaft etwas entgegensetzen wollen." Der Bahn-Konzern sei aber auch bereit, einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei extremen ĂuĂerungen von den internen Netzwerken auszusperren.
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