Siemens Healthineers, Unternehmensumbau

Siemens Healthineers streicht Namen Siemens und spaltet Labordiagnostik ab

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 14:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Siemens Healthineers will sich stärker auf Bildgebung und Präzisionstherapie konzentrieren. Die geplante Abspaltung der Labordiagnostik und ein Restrukturierungsprogramm könnten auch Arbeitsplätze betreffen.

Healthineers plant Trennung und Umbau

  • Siemens Healthineers will den Namen Siemens innerhalb einer Übergangsfrist von drei Jahren streichen.
  • Die Aktionäre sollen im Februar über Abspaltung und Umbenennung abstimmen.
  • Der Konzern meldet 23,63 Milliarden Euro Umsatz und gut 2,2 Milliarden Euro Gewinn.
  • Siemens verschwindet aus dem Namen - Healthineers baut um. (Archivbild) - Bild: Daniel Karmann/dpa
  • Healthineers will sich auf Bildgebung und Präzisionstherapie konzentrieren. (Archivbild) - Bild: Soeren Stache/dpa
Siemens verschwindet aus dem Namen - Healthineers baut um. (Archivbild) - Bild: Daniel Karmann/dpa Healthineers will sich auf Bildgebung und Präzisionstherapie konzentrieren. (Archivbild) - Bild: Soeren Stache/dpa

Siemens Healthineers ordnet Konzern neu

Siemens Healthineers will sich im Zuge der geplanten Abspaltung vom Mutterkonzern Siemens neu aufstellen und künftig nur noch Healthineers heißen. Zugleich soll das Geschäft mit Labordiagnostik aus dem Konzern herausgelöst werden.

Fokus auf Bildgebung und Therapie

Der Medizintechnikkonzern aus Erlangen will sich auf Bildgebung und Präzisionstherapie konzentrieren. Dazu gehören unter anderem Computertomografen und Kernspintomografen.

Die Umbenennung soll über eine Übergangsfrist von drei Jahren erfolgen. Konzernchef Bernd Montag sagte: „Siemens ist, woher wir kommen, und bleibt ein wichtiger und geschätzter Teil unseres Erbes.“ Der Name Healthineers beschreibe jedoch, was das Unternehmen sei.

Abstimmung im Februar

Siemens hatte angekündigt, sich von der Mehrheit an seiner Tochter zu trennen. Der Konzern hält nach den letzten Angaben noch rund 67 Prozent an Siemens Healthineers, das 2018 an die Börse gebracht worden war.

Über die Abspaltung sollen die Aktionäre beider Unternehmen auf den Hauptversammlungen im Februar abstimmen. Die Aktionäre von Siemens Healthineers entscheiden dann auch über die Umbenennung.

Restrukturierung trifft Beschäftigte

Um die Kosten des Umbaus aufzufangen, legte Healthineers ein neues Restrukturierungsprogramm auf. Das Unternehmen kündigte an, dass davon auch Arbeitsplätze betroffen sein werden; Einzelheiten nannte es zunächst nicht.

Umsatz und Gewinn steigen

Im Geschäftsjahr 2025/26 stieg der vergleichbare Umsatz um vier Prozent auf 23,63 Milliarden Euro. Nominal betrug das Plus 1,1 Prozent.

Unter dem Strich verdiente der Konzern gut 2,2 Milliarden Euro und damit 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Dazu trugen auch Zollrückerstattungen aus den USA bei. Für das neue Geschäftsjahr rechnet Healthineers mit einem vergleichbaren Umsatzwachstum von vier bis fünf Prozent.

Die geplante Umbenennung markiert einen wichtigen Schritt in der Neuordnung von Siemens Healthineers. Der Konzern war 2018 an die Börse gebracht worden, blieb aber bislang eng mit dem Namen und der Eigentümerstruktur des Siemens-Konzerns verbunden.

Mit der Konzentration auf Bildgebung und Präzisionstherapie soll das Unternehmen sein Profil als eigenständiger Medizintechnikkonzern schärfen. Die Labordiagnostik passt strategisch weniger gut zu diesem Schwerpunkt und soll deshalb aus dem Verbund herausgelöst werden. Für Beschäftigte ist vor allem das angekündigte Restrukturierungsprogramm relevant, weil der Konzern ausdrücklich mit Auswirkungen auf Arbeitsplätze rechnet.

Neue Eigentümerstruktur im Blick

Über die Abspaltung und die Umbenennung müssen die Aktionäre im Februar entscheiden. Siemens hält zuletzt rund 67 Prozent an Healthineers; eine Trennung würde damit nicht nur die Marke, sondern auch die Verbindung zum bisherigen Mutterkonzern neu ordnen.

Finanziell startet Healthineers aus einer vergleichsweise stabilen Position. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2025/26 auf 23,63 Milliarden Euro, der Gewinn auf gut 2,2 Milliarden Euro. Das geplante Wachstum von vier bis fünf Prozent im neuen Geschäftsjahr soll den Umbau flankieren, ersetzt aber keine Angaben zu den konkreten Folgen für die Belegschaft. Diese Details dürften im weiteren Verfahren und im Vorfeld der Hauptversammlungen eine zentrale Rolle spielen.

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