DĂŒrre, Afrika

DĂŒrre im sĂŒdlichen Afrika: Simbabwe erklĂ€rt Katastrophenzustand

03.04.2024 - 12:37:05

Simbabwes PrĂ€sident Emmerson Mnangagwa hat aufgrund anhaltender DĂŒrre in dem Land im sĂŒdlichen Afrika den Katastrophenzustand ausgerufen.

Aufgrund einer Trockenperiode, die durch das KlimaphĂ€nomen El Niño verursacht wurde, hĂ€tten Landwirte nur etwas mehr als die HĂ€lfte der geplanten Getreideernte einfahren können, sagte Mnangagwa am Mittwoch wĂ€hrend einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Harare. In rund 80 Prozent des Landes seien weitaus geringere NiederschlĂ€ge als ĂŒblich verzeichnet worden. Die Regierung benötige daher finanzielle Hilfsmittel in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar, um Hunger in dem 17 Millionen-Einwohner-Land abzuwenden, so der PrĂ€sident.

Auch die NachbarlĂ€nder Sambia und Malawi haben wegen El Niño - ein in unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden auftretendes WetterphĂ€nomen im Ă€quatorialen Pazifik - bereits den Katastrophenzustand erklĂ€rt. Laut dem UN-Kinderhilfswerk Unicef sind derzeit neun Millionen Menschen in Malawi und sechs Millionen Einwohner in Sambia betroffen.

Zudem leiden auch in Mosambik, Botsuana und Angola bereits Zehntausende unter der DĂŒrre. Der aktuelle El Niño gehört nach Angaben der Weltwetterorganisation (WMO) zu den fĂŒnf stĂ€rksten, die ĂŒber mehrere Jahrzehnte verzeichnet wurden. Die Region erlebte nach Angaben des WelternĂ€hrungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) den "trockensten Februar seit 40 Jahren". Etwa 70 Prozent der Bevölkerung im sĂŒdlichen Afrika sind laut WFP auf die Landwirtschaft als Lebensgrundlage angewiesen. Auf der sĂŒdlichen Erdhalbkugel ist jetzt Herbst.

@ dpa.de