SmartHR startet IAM-Sparte: Schatten-IT-Kontrolle ab sofort
Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 09:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der HR-Tech-Anbieter SmartHR hat am 28. Juli 2026 seinen offiziellen Eintritt in den Markt für Identitäts- und Zugriffsmanagement (Identity and Access Management, IAM) bekannt gegeben. Mit dieser strategischen Portfolioerweiterung reagiert das Unternehmen auf die wachsenden Anforderungen an die IT-Sicherheit und Compliance in modernen Arbeitsumgebungen. Ziel ist es, die Verwaltung von Mitarbeiterzugängen direkt mit den Personalstammdaten zu verknüpfen, um Sicherheitslücken zu schließen.
Fokus auf die Identifizierung unautorisierter Softwareanwendungen
Als erste konkrete Funktion innerhalb der neuen IAM-Sparte steht bereits seit dem 15. Juli 2026 ein Modul zur Erkennung von Schatten-IT zur Verfügung. Diese Funktion ermöglicht es IT-Verantwortlichen und Personalabteilungen, einen Überblick über Softwareanwendungen zu erhalten, die von Mitarbeitern ohne explizite Genehmigung der IT-Abteilung genutzt werden.
Die Problematik der Schatten-IT hat in den letzten Jahren durch die einfache Verfügbarkeit von Software-as-a-Service-Lösungen (SaaS) zugenommen. Oft werden Anwendungen für das Projektmanagement oder die Kommunikation eigenständig von Fachabteilungen eingeführt, was erhebliche Risiken für den Datenschutz und die Datensicherheit mit sich bringen kann. Mit dem neuen Werkzeug bietet SmartHR Unternehmen die Möglichkeit, diese Risiken zu minimieren und eine zentrale Übersicht über die genutzte Softwarelandschaft herzustellen.
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Erweiterter Fahrplan für das Identitätsmanagement bis Ende 2026
Der Einstieg in den IAM-Markt ist als langfristige Entwicklung angelegt. Das Unternehmen hat angekündigt, das Funktionsspektrum bis zum Ende des Jahres 2026 signifikant auszubauen. Zu den geplanten Erweiterungen gehören wesentliche Säulen einer modernen IAM-Architektur:
- Zentrales Account-Management: Hiermit soll die Erstellung und Löschung von Benutzerkonten automatisiert werden, sobald ein Mitarbeiter in das Unternehmen eintritt oder dieses verlässt (Onboarding und Offboarding).
- Single Sign-On (SSO): Diese Funktion wird es Mitarbeitern ermöglichen, sich mit nur einer zentralen Identität bei verschiedenen Anwendungen anzumelden, was sowohl den Bedienkomfort als auch die Sicherheit erhöht.
- Passwort-Management: Eine integrierte Lösung zur Verwaltung von Zugangsdaten soll die Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien im gesamten Unternehmen sicherstellen.
Durch die Integration dieser Werkzeuge in eine bestehende HR-Plattform können Unternehmen sicherstellen, dass Zugriffsrechte immer auf dem aktuellsten Stand der Personaldaten basieren.
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Bedeutung für IT-Compliance und Datensicherheit
Die Verknüpfung von Personalverwaltung und Identitätsmanagement wird in Fachkreisen als wichtiger Schritt zur Stärkung der betrieblichen Compliance angesehen. Wenn Zugriffsrechte direkt an den Beschäftigtenstatus gekoppelt sind, verringert sich das Risiko, dass ehemalige Mitarbeiter weiterhin Zugriff auf sensible Unternehmensdaten haben.
SmartHR setzt mit der Ankündigung darauf, die Brücke zwischen der Personalabteilung und der IT-Infrastruktur zu schlagen. Während die Personalabteilung über die Informationen zu Neueinstellungen, Abteilungswechseln oder Austritten verfügt, muss die IT diese Änderungen in den Berechtigungssystemen abbilden. Die nun vorgestellte Strategie zielt darauf ab, diese Prozesse zu synchronisieren und manuelle Fehlerquellen zu beseitigen. Mit der Verfügbarkeit der ersten Funktionen zur Schatten-IT-Erkennung ist der Grundstein für eine umfassende Sicherheitsarchitektur innerhalb der Plattform gelegt.
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