VerbÀnde unzufrieden mit Haushaltseinigung im Sozialbereich
13.12.2023 - 15:45:57 | dpa.de"Die Bundesregierung hat heute noch zu wenig Konkretes zu Einsparungen gesagt. Aber 1,5 Milliarden Euro bei Sozialausgaben zu sparen, ist nicht das richtige Zeichen", sagte die PrĂ€sidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, am Mittwoch. "Wer am Sozialen spart, sendet keine Botschaft fĂŒr Zusammenhalt und fĂŒr echte ArmutsbekĂ€mpfung." Den CO2-Preis beim Tanken und Heizen mit fossilen Energien auf das Niveau aus der Zeit der groĂen Koalition anheben zu wollen, sei wenig sozial, sagte Bentele. Sie forderte die EinfĂŒhrung eines Klimageldes, damit der Kampf gegen den Klimawandel nicht "auf dem RĂŒcken der Menschen mit wenig Einkommen ausgetragen" werde.
Auch der ParitĂ€tische Gesamtverband zeigte sich unzufrieden ĂŒber die Einigung. "Das Mindeste, was wir erwartet hĂ€tten, wĂ€re eine sofortige Aufhebung der aktuellen Haushaltssperre fĂŒr die sozialen Dienste gewesen. Ein zeitlicher Fahrplan zur Verabschiedung des Haushalts wurde jedoch noch immer nicht vorgelegt. Viele soziale TrĂ€ger wissen damit noch immer nicht, wann sie Planungssicherheit erhalten werden", sagte HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Ulrich Schneider. Die Ampel habe mit Blick auf Einsparungen lediglich Beispiele genannt. "FĂŒr uns als Wohlfahrtsverband stellt sich so die dringliche Frage, was ist mit den Freiwilligendiensten, was ist mit der Migrationssozialarbeit, mit der UnterstĂŒtzung von SozialverbĂ€nden oder wie sieht es mit Einsparungen bei Sozialtransfers aus."
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