Spanien verlÀngert Laufzeit von AKW Almaraz bis 2030
Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 15:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die spanische Regierung hat die Laufzeit des Atomkraftwerks Almaraz im Westen des Landes bis zum 8. Juni 2030 verlĂ€ngert. Damit werden die ursprĂŒnglich fĂŒr Ende 2027 und Ende 2028 vorgesehenen Abschaltungen der beiden Reaktorblöcke um bis zu zweieinhalb Jahre verschoben, wie das Ministerium fĂŒr ökologischen Wandel in Madrid mitteilte.
Die VerlĂ€ngerung gelte ausschlieĂlich fĂŒr das Kraftwerk in der Region Extremadura, hieĂ es. Am kompletten Atomausstieg Spaniens bis 2035, der die schrittweise Stilllegung der fĂŒnf Kernkraftwerke mit insgesamt sieben Reaktoren vorsieht, Ă€ndere sich dadurch nichts, versicherte das Ministerium.
Die linksgerichtete Regierung von MinisterprĂ€sident Pedro SĂĄnchez begrĂŒndete ihre Entscheidung mit der angespannten Lage auf den internationalen EnergiemĂ€rkten und der Notwendigkeit, die Versorgungssicherheit zu gewĂ€hrleisten. Zugleich betonte sie, die MaĂnahme dĂŒrfe weder zusĂ€tzliche Kosten fĂŒr die Verbraucher verursachen noch den Ausbau der erneuerbaren Energien wesentlich beeintrĂ€chtigen.
Die Betreiber Iberdrola, Endesa und Naturgy hatten den Antrag auf VerlÀngerung im Herbst 2025 gestellt. Vorausgegangen war ein positives Gutachten der Atomaufsichtsbehörde CSN. Almaraz ist das erste Kernkraftwerk im spanischen Ausstiegsfahrplan. Die Anlage liefert gut sieben Prozent des in Spanien konsumierten Stroms und gilt mit rund 4.000 Mitarbeitern als wichtiger Arbeitgeber in der strukturschwachen Region Extremadura.
